Magdeburg l Wenn Yannick Danneberg in diesen Tagen auf den Spielplan schaut, dann bleibt sein Blick besonders an einer Partie hängen: 6. März, der Dessau-Rosslauer HV wird in der Hermann-Gieseler-Halle gastieren. Der zukünftige Verein von Danneberg.

„Das wird schon ein etwas anderes Spiel. Da kann ich mich den Fans zeigen und meine Leistung noch einmal bestätigen“, sagt Danneberg. Der 20-Jährige hatte 2017 einen Drei-Jahres-Vertrag in Magdeburg unterschrieben, dieser läuft nun im Sommer aus. „Für mich ist es eine neue Herausforderung, auf die ich mich freue, und ich sehe dort die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln.“ Dessau-Rosslau gehört zu den Mannschaften, die den Aufstieg in die 2. Liga schaffen könnten. „Das wäre natürlich der Optimalfall.“

Härte und Alter

Dannebergs Entscheidung sind vor allem zwei Gedanken vorausgegangen. „Ich will mich noch mehr an den Männerbereich heranarbeiten, an die Härte gewöhnen“, erklärt er. Dass gelingt ihm im Training der Youngsters, das mitunter auch gemeinsam mit den A-Jugendlichen stattfindet, nicht. Was aus Altersgründen ja völlig normal ist. Und was direkt zu seinem nächsten Punkt führt. „Außerdem bin ich generell mal gespannt, wie es ist, mit älteren Handballern zusammenzuspielen“, berichtet Danneberg. Bei den Youngsters gehört er mit zu den Ältesten, in Dessau dagegen wird er zum Jungspund.

Neben Danneberg werden auch Justin Kurch (Coburg) und Lukas Diedrich (Essen) die Youngsters verlassen. „Alle wollen natürlich irgendwann in der 1. Bundesliga spielen“, sagt der Rückraumspieler, „daher ist die 2. Liga einfach der nächste Schritt.“ Die Mannschaft selbst beziehungsweise das Teamgefühl beeinflusse der anstehende Umbruch aber nicht. „Es ist eher fast schon positiv“, meint Danneberg. „Da wir wissen, dass wir eventuell nie wieder zusammenspielen werden, geben wir noch mehr Gas“, erklärt er, „es ist ein extra Anreiz für uns.“

Hildesheim in Gieseler-Halle zu Gast

Bestenfalls zeigt sich das schon am Freitag, wenn Eintracht Hildesheim anreist. Der Fünftplatzierte der 3. Liga konnte das Hinspiel knapp mit 33:30 gewinnen. „Das war in den vergangenen Spielzeiten auch oft so, allerdings haben wir dann das Rückspiel deutlich für uns entscheiden können“, erinnert sich Danneberg.

An die kämpferisch starke Leistung, die das Team von Vanja Radic gegen Altenholz gezeigt hat, gelte es jetzt anzuknüpfen. „Im Prinzip müssen wir konsequenter spielen. Also den Ball länger laufen lassen und unsere Chancenverwertung von sechs Metern verbessern“, nennt er Schwachpunkte. Und: „Wir dürfen die ersten 15 Minuten nicht schon wieder verschlafen.“

Anfangsphase nicht verschlafen

Das ist gegen Altenholz nämlich passiert, als man nach zehn Minuten schon 3:7 zurücklag. „Ich weiß nicht, woran das liegt, aber es war nicht das erste Mal so. Heute müssen wir einfach gleich von Beginn an da sein.“