Magdeburg l Während der BSV 93 in eigener Halle gegen den TuS Radis mit 37:34 (16:18) gewann, unterlag der HSV Magdeburg bei der SG Kühnau mit 23:40 (10:18)-Treffern.

HSV nur einmal in führung

Die deutliche Niederlage des HSV in Kühnau ist schnell erzählt: Einzig beim 1:0 durch Michael Jahns, der insgesamt mit zehn Toren erfolgreichster Werfer im Spiel war, lag der HSV in Front. Bis zur 18. Minute (6:5) hielt der Gast noch dagegen, dann stellte Kühnau auf den 18:10-Halbzeitstand. Nach dem Wechsel baute die SG den Vorsprung weiter aus, kam über die Stationen 27:13 (41. Minute) und 30:15 (47.) zum klaren 40:23.

HSV-Trainer Harry Jahns sieht das Geschehen aber nüchtern. „Ich möchte nicht mehr näher darauf eingehen. Nur eines noch, was die beiden Referees gepfiffen haben, war eindeutig mit zweierlei Maß.“

Während Jahns noch Tage später also völlig bedient vom Spielverlauf war, zeigte sich sein Olvenstedter Kollege Jörg Flechtner gut gelaunt. „Unsere akribische Vorbereitung auf das Spiel hat sich ausgezahlt“, so der einstige Aschersleber, der nach einem Jahr Pause im Sommer beim BSV anheuerte.

Begegnung lange umkämpft

Dabei war die Begegnung lange umkämpft. Radis führte nach 35 Minuten gar mit vier Toren (22:18). „Doch wir sind ruhig und sehr geduldig geblieben. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und eine tolle Moral bewiesen“, sagte der Trainer, der mit Falko Nowak (10 Tore) den erfolgreichsten Werfer in seinem Team hatte.

Beide fiebern nun dem anstehenden Lokalderby am kommenden Sonnabend entgegen, wenn beide Teams ab 20 Uhr am Draisweg aufeinandertreffen. Während der BSV dann seine gute Ausgangsposition in der Tabelle (6:2 Punkte, 3.) bewahren und halten will, strebt der HSV (0:6, 12.) „die ersten Punkte an“, wie Jahns kämpferisch betont.