Magdeburgl Während der Post SV und der HSV Magdeburg in der Sachsen-Anhalt-Liga daheim gegen den Dessau-Roßlauer HV II bzw. bei Lok Schönebeck mit 30:34 (12:17) bzw. 26:30 (12:15) verloren, setzten sich die Männer des BSV 93 daheim mit 41:36 (18:13) gegen die SG Kühnau durch. Die Partie gegen Kühnau startete sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften tasteten sich ab, leisteten sich einfache Fehler und Fehlwürfe. Nach einer kurzzeitigen Zwei-Tore-Führung (3:1) war es bis zum 11:11 (22. Minute) ein offener Schlagabtausch.

BSV am Ende besser

Dann zündete der BSV den Turbo. Durch vermehrte Paraden von Calvin Kleineidam, die in schnelle Konter umgemünzt werden konnten, gelang dem BSV ein 4:0-Lauf zum 16:11. Insbesondere die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit, in denen die Magdeburger das Tempo deutlich erhöhten, sorgten für einen soliden 18:13-Vorsprung zur Pause.

Der zweite Spielabschnitt begann seitens des BSV sehr engagiert und motiviert. Mit hoher Konzentration spielten die Olvenstedter ihre Angriffe konsequent aus. Auch A-Junior Andy Beinhoff, der ins kalte Wasser geworfen wurde und mit vier Toren einen sehr guten Einstand im Männerbereich hatte, wusste zu überzeugen. Beim Stand von 28:20 schien das Spiel bereits gelaufen.

Doch die Gäste kamen Tor um Tor heran. Über 29:23 und 30:25 stand es nach 47 Minuten nur noch 30:27 aus BSV-Sicht. Jetzt zeigte Markus Völkel, der mit zwölf Toren erfolgreichster Werfer und bester Spieler des BSV war, unbedingten Siegeswillen, konnte sich immer wieder gegen die offensive Deckung des Gegners durchsetzen und traf nervenstark. Auf der Gegenseite machte Florian Fredow den Kasten des BSV dicht, so dass man letztlich mit 41:36 gewann.

 

BSV 93: Fredow, Kleineidam – Lange 4, Beinhoff 4, Nowak 4, Auerbach 2, Reiske 3, Völkel 12, Thiele 8, Bade 4, Lärm

Post letztlich ohne Chance

Gegen die Reserve des Dessau-Roßlauer HV konnte Gastgeber Post SV am Lorenzweg nur bis zur 23. Minute (10:11) mithalten. Dabei lag der Gast ständig in Führung. Die Heimsieben, die bereits früh mit 2:5 (9. Minute) und 3:6 (11.) zurücklag, bewies dann Kampfgeist, kam durch Treffer von Jan Sülflow, Philipp Hügen und Christoph Schmidt wieder auf 6:6 (13.) heran. In den kommenden zehn Minuten hielt Post das Spiel offen (10:11, 23.). Dann setzte sich der Gast ab, führte zur Pause mit 17:12.

Nach dem Wechsel hielt die Gäste-Überlegenheit, die zeitweise mit bis zu neun Treffern führten (19:28, 20:29, 24:33), an. Doch nach dem 24:33 (56.) zeigte Post Moral, erzielte durch Sebastian Häberer (3), Fabian Kort (2) sowie Andy Zunkel sechs Tore in Folge und konnte so das Ergebnis in Grenzen halten.

 

Post SV: Seel, Bauske - Jordan 1, Hügen 1, Kort 6, Zunkel 3, Häberer 8, Böcker 2, Wiedon, Sülflow 4, Jemric 1, Ulferts 1, Demir 1, Schmidt 2

HSV fühlt sich benachteiligt

Trotz des Fehlens von Torjäger Maximilian Wasielewski gestaltete der HSV das Spiel bei Lok Schönebeck offen. Am Ende entschieden Kleinigkeiten gegen den HSV. So waren die Magdeburger mit dem Thüringer Schiedsrichtergespann überhaubt nicht zu frieden. Viele Entscheidungen hätten auch anders ausfallen können. Nach einer ausgeglichenen ersten Viertelstunde konnten sich die Gastgeber auf 12:7 absetzen. Doch zur Pause sah es wieder besser für den HSV aus (15:12).

In der zweiten Spielhälfte führten die Gastgeber immer mit vier bis fünf Toren. Der HSV gab sich aber nicht auf, kam auf 25:24 heran. Eine Zeitstrafe gegen den HSV brachte dann die Spielentscheidung, Lok konnte sich absetzen. Mehr als das 28:26 gelang in einer hektischen Schlussphase nicht mehr.

HSV Magdeburg: Baum, Wiesner - Hoheisel 2, Jantsch 6, Krüger 2, A. Jahns 1, Bode, Heyse 1, M. Jahns 10, Zimonczyk 3, Brunsendorf 1