Magdeburg l Die Niederlage tat weh, ist aber zu verkraften. Denn die Youngsters haben sich gegen die routinierten Gäste achtbar geschlagen, konnten wie Trainer Bennet Wiegert es formulierte, durchaus erhobenen Hauptes die Gieselerhalle verlassen.

Gescheitert sind die jungen Magdeburger an den verschiedenen offensiven Abwehrsystemen der Gäste um Trainerfuchs Uwe Jungandreas. Dabei war das eingetreten, wovor Wiegert zuvor gewarnt hatte. Die Youngsters kamen zu selten zu einfachen Toren im schnellen Gegenstoß, mussten sich vielmehr die Treffer im Positionsspiel gegen die hart zugreifenden Gäste erarbeiten.

„Wir haben viel investiert, gut gekämpft. Doch das eine oder andere spielerische Element hat heute bei uns gefehlt“, musste Wiegert feststellen, um zu ergänzen: „Wir hatten Probleme gegen die offensive Abwehr, waren daher oft zu weit weg vom gegnerischen Tor.“

Bis zum 5:4 durch Sohmann führten die Gastgeber stets, dann drehte der DRHV erstmals die Partie, lag durch Radek Sliwka beim 6:8 erstmals mit zwei Treffern vorn (11. Minute). Danach wogte die Partie hin und her, doch konnten die Gastgeber erst wieder beim 13:12 durch Johannes Wasielewski in Führung gehen.

Zwischenzeitlich gab es da Probleme mit der Zeitnahme, lief die Uhr nicht richtig, was zu einer minutenlangen Unterbrechung führte. Der Ex-Magdeburger Robert Lux rieb sich in Zweikämpfen mit Youngster Bruno Zimmermann, der offensiv diesmal große Schwächen offenbarte, auf. Beide bekamen nach ihrer Privatfehde eine Zeitstrafe, Zimmermann dazu ein blaues Auge.

Bald nach Wiederbeginn brachte Nico Richter die Magdeburger wieder nach vorn – 18:17 (36.), Tomasz Gebala erhöhte sogar auf 19:17, Alex Saul auf 20:18. Doch selbst das 22:19 durch Richter brachte den jungen Gastgebern keine Sicherheit. Die Dessauer fanden immer wieder eine passende Antwort. Pfeifer, der anschließend nach einer Saul-Attacke verletzt vom Feld musste, brachte die Gäste mit 28:27 in Führung (53.).

In der umkämpften Schlussphase, wieder mit Sohmann am Regiepult, versuchte die SCM-Zweite noch einmal alles, doch die Gäste legten immer wieder vor. So reichte Tomasz Gebalas letztes Tor im Spiel nur noch zum 31:32-Endstand.

„Wir sind nicht so ins Tempospiel gekommen, wie ich mir das vorgestellt hatte, haben uns im Positionsangriff aufgerieben“, musste Wiegert ernüchtert feststellen.

SCM II: Ambrosius - T. Gebala 6, Zimmermann 2, M. Gebala 3, Richter 3, Wasielewski 2, Czech 2, Sohmann 6/1, Saul 5, Wiebe 1, Schulze 1