Magdeburg l Ali-Serdar Gözübüyük hatte es derart kräftig in den Rücken gebissen, weshalb der erste Doppelspieltag in der Tisctennis-Oberliga Mitte nach nur einem Satz für ihn beendet war. Die Nummer eins bemühte sich redlich, ihre Angriffsvarianten erfolgreich über die Platte zu bringen, oder: „Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, wie Teammanager Frank Kuhnert erklärt. Doch nach einem 8:11 in Durchgang eins im Duell mit Hydro Nordhausen musste er sich nicht nur Andreas Wenzel, sondern auch seinem heftigen Schmerz geschlagen geben. Im zweiten Duell, ebenfalls ausgetragen am vergangenen Sonnabend in heimischer Halle an der Steinigstraße, überließ er Ersatzmann Tim Schulte den Platz am Tisch. Und beide Begegnungen sind letztlich gut ausgegangen für den TTC Börde: einmal mit 7:5, einmal mit 9:3. „Das waren die ersten Punkte für den Klassenerhalt“, betont Kuhnert.

Wenngleich noch gar nicht auszumachen ist, wer den Magdeburgern diesen streitig machen will oder ob sie nicht sogar eher den Blick in Richtung Tabellenspitze werfen im Verlauf der Serie. Denn die neue Saison ist immer noch eine Saison mit Corona. Doppel werden zumindest in der ersten Halbserie nicht gespielt, wegen des einzuhaltenden Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern, was für den TTC durchaus ein Vorteil ist. „Ohne die Doppel sind wir sogar ein bisschen stärker“, ist sich Frank Kuhnert nämlich sicher.

Ein Problem ist indes kein Problem für Börde, aber für die Konkurrenz wie Schott Jena II. „Sie haben ihren Kader mit drei ausländischen Spielern bestückt.“ Wie einige andere Teams eben auch. Und aufgrund der Einreisebeschränkungen wird es für die Gemeinschaften schwer, sie zu den Partien an die Platten zu holen. Jena II fehlten deshalb gleich drei Akteure. Und damit auch Qualität.

Vorläufig keine Doppel

Die fehlt dem TTC nun nicht, „denn alle unsere Spieler wohnen in Deutschland“, sagt Kuhnert. Und sie fehlen dem TTC Börde auch nicht bei den Auswärtspartien. Denn die Magdeburger haben es geschafft, „die Saison auf wenige Wochenenden zu minimieren“, berichtet der 59-Jährige. Dafür treten sie pro Wochenende immer zweimal an. Kuhnert begründet: „Wir haben mit Jens und Richard Köhler oder Richard Lukacs junge Familienväter im Team.“ Und die wollen ihr Familienglück auch samstags und sonntags genießen.

Da ist es durchaus von Vorteil, dass die Akteure reichlich Erfahrung mitbringen. Wie auch Richard Lukacs. Der Neuzugang hat zuletzt in vier Einzeln drei Siege erzielt. „Er hat eine sehr hohe Sicherheit und ist präzise in seinen Schlägen. Außerdem hat er keine echte Schokoladenseite. Vor- und Rückhand sind bei ihm auf einem Niveau.“ Und Lukacs hat bereits Regionalliga gespielt. Für den TTC ist er damit eine echte Verstärkung, wenngleich er sich aufgrund seiner Montagearbeit individuell zum Training verabreden muss und sich nicht allzu häufig mit der Mannschaft auf den nächsten Gegner vorbereiten kann.

Und die nächsten Kontrahenten erwarten den TTC Börde in Sachsen, sie heißen TTC Lugau und 1. TTV Schwarzenberg. Gespielt wird am 10. Oktober. Und wie Kuhnert hofft auch das Team, dass ihrer Nummer eins Ali-Serdar Gö-zübüyük bis dahin nichts mehr in den Rücken beißt.