Magdeburg l Mit dem 3:2 (17, 16, -10, -22, 15) nahm die WSG Reform erfolgreich Revanche für die deutliche 0:3-Hinspielniederlage im Oktober bei der SG Rotation Prenzlauer Berg. „Es war aber ein Spiel auf gleicher Höhe mit dem letztlich glücklicheren Ende für uns“, lautete das Fazit von WSG-Trainer Steffen Schulz nach den umkämpften 105 Minuten in der Sporthalle am Neptunweg.

Dabei legte sein Team los wie die Feuerwehr, führte nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 2:0-Sätzen. Ein glatter-3:0-Satzerfolg lag in der Luft.

Nach klarer Führung noch kurz gezittert

Doch in Durchgang Nummer drei bäumte sich der Gast auf, nutzte vor allem die jetzt auftretenden Unzulänglichkeiten im WSG-Spiel konsequent. „In diesem Satz wollten wir vielleicht zu viel. So haben sich viele kleine Fehler eingeschlichen, die Rotation gnadenlos ausgenutzt hat“ berichtet St. Schulz. Statt des 3:0 holten sich die Gäste diesen Satz und waren wieder im Spiel.

Auch Satz Nummer vier ging an die mit weniger Fehlern agierenden Gäste. „Hinzu kam, dass wir nach der Abgabe des dritten Satzes etwas deprimiert waren. Das und unsere Fehler hat Berlin, jetzt auf einer Euphoriewelle schwimmend, ausgenutzt“, so Schulz weiter.

Nach Ausgleich auf Messers Schneide

Nach dem 2:2-Ausgleich stand das Spiel auf des Messers Schneide. Letztlich setzte sich der Gastgeber aber knapp durch, feierte ausgelassen diesen Sieg. „Am Ende war es sicherlich auch eine Kopfsache. Wir wollten unbedingt den Sieg, waren im Tiebreak wohl einen Moment besser und wacher“, so der Trainer der Magdeburger.

Weiter geht es für die WSG im Abstiegskampf am Sonntag mit einem erneuten Heimspiel. Dann gastiert Spitzenreiter Schöneiche II am Neptunweg. „Das wird kein einfaches Spiel, da sind wir Außenseiter und die Lernenden. Die Punkte werden aber nicht kampflos abgegeben.“

Personell geschwächt zum erwarteten 3:0-Erfol

Einen letztlich erwartet klaren 3:0 (28, 19, 18)-Auswärtssieg landete der neue Rangdritte USC beim Schlusslicht ASV Lindow-Gransee II. Dabei hatte der personell durch das Fehlen von Philipp Grau, Tim Lautenschläger, Christoph Liebsch und Marti Wolff arg gehandicapte Gast zunächst einige Probleme.

„Wir haben im Spiel oftmals die Konsequenz vermissen lassen“, resümierte Trainer Marko Schulz. Dieser freute sich aber, dass sein „relativ breiter Kader die Ausfälle zumindest teilweise ausgleichen konnte.“

USC glänzt nur wellenweise

Allerdings zeigte der Gast sein Können nur wellenartig. So führte er zunächst mit 7:4, lag wenig später aber mit 7:9 hinten. Dann schien sich der USC gefangen, ging mit 19:15 in Führung. Da in der Folge aber wiederum zahlreiche Chancen vergeben wurden, der Gast zu inkonsequent agierte, kämpfte sich der Tabellenletzte wieder heran. Nach drei vergebenen USC-Satzbällen drohte beim 27:28 gar ein Satzverlust. „Doch mit viel Glück konnten wir diesen abwenden“, so M. Schulz.

Im zweiten Durchgang war der USC dann hellwach. Ein Grund dafür war auch die Einwechslung von Landes-Kaderspieler Jan Seeger, der klug die Bälle verteilte und seine Angreifer gekonnt in Szene setzte. Seine Leistungen mündeten letztlich auch in der Auszeichnung als Spieler des Spieltages. Mit 25:19 stellte der USC auf 2:0.

Vertrauen in den Nachwuchs

Im dritten Satz gab der Coach seinem Kapitän Tom Heidecke eine Pause, während Seeger von Beginn an ran durfte. „Da hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, gerade junge Spieler an das Niveau heranzuführen“, urteilte M. Schulz nach der Begegnung. „Jan hat heute klug agiert, ist von Minute zu Minute auch mutiger geworden. Er wird uns in Zukunft eine große Hilfe sein.“

Seeger blieb auch trotz eines 1:6-Rückstandes ruhig. Druckvolle Aufschläge und eine verbesserte Blockarbeit brachten zunächst das 5:6 und in Folge eine 13:8-Führung. Diese ließ sich der USC nicht mehr nehmen und brachte den Satz mit 25:18 sicher nach Hause.