Gröningen l Während der Punktspielbetrieb bei den Fußballern ohne große Einschränkungen weiterlief, kam es zu einigen Veränderungen im Vereinsleben: Die Tischtennissportler gründeten einen eigenen Verein und die Pferdesport- und Kegelabteilung lösten sich auf. Altersturner, Frauengymnastik und auch die Volleyballer konnten weiterarbeiten, da sie ohnehin wenig Mittel beanspruchten.

Die Fußballer hatten die Wende noch am besten überstanden. Es gab kaum Veränderungen im Mannschaftsgefüge und die Saison 1989/1990 wurde mit dem siebten Platz und 30:22 Punkten in der Bezirksklasse abgeschlossen.

1993 Aufstieg in die Bezirksliga

Das Spieljahr 1992/93 sollte dann zu einem sehr erfolgreichen im Gröninger Fußball werden. Unter ihrem neuen Trainer Karl-Heinz Arendt startete die Mannschaft in ihrer Bezirksklassenstaffel einen Durchmarsch und leistete sich nur eine Niederlage in Wulferstedt. Dieser Erfolg brachte der Eintracht zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Bezirksliga.

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Auch im DFB-Bezirkspokal machte die Mannschaft auf sich aufmerksam und scheiterte am 10. April 1993 erst im Viertelfinale vor 450 Zuschauern an den zwei Klassen höher spielenden Gästen aus Groß Santersleben. Sogar Radio Sachsen-Anhalt berichtete live über das Spiel. Auch Werder Bremens Präsident Dr. Franz Böhmert war unter den Zuschauern.

1997 Aufstieg in die Landesliga

1994 wurde das 75-jährige Vereinsjubiläum mit einem Festakt im Gröninger Rathaus und einem Sportlerball gebührend gefeiert. 1996/1997 kam es zu einem weiteren Höhepunkt im Gröninger Fußballsport: Die Mannschaft stieg unter Trainer Gerd Obst und Kapitän Uwe Rühling in die Landesliga auf.

Nach zwei Spielzeiten war der Abstieg gegen namhafte Gegner (Dessau, Quedlinburg, Halberstadt) Realität. 1998 gab es auch noch andere traurige Ereignisse Vereinsleben der Gröninger: Wolfgang Schultz (67) und Fritz Gröpler (85), zwei Urgesteine in der Vereinsgeschichte, verstarben in diesem Jahr.