Halberstedt l Das erste Pflichtspiel 2018 verlor Wulferstedt auf dem Kunstrasenplatz des Halberstädter Friedensstadions gegen den SV Langenstein mit 0:3. Zufrieden waren die meisten Zuschauer mit dem Spiel der Germanen, aber nicht mit dem Ergebnis.

Langenstein führt schnell 2:0

In der Anfangsphase ließen sich die Langensteiner von Wulferstedt zweimal in Szene setzen. Das reichte ihnen für einen komfortablen Zwei-Tore-Vorsprung. Zunächst erhielt Rothe beim Konter über die rechte Seite nur Geleitschutz. Er spielte auf Brüser ab, der im Strafraum aus der Drehung flach in die Ecke traf (10.). Das war sehr einfach.

Das 2:0 besorgte Rothe selbst – abermals mit Wulferstedter Hilfe. Rothes flach um die Mauer getretenen Freistoß konnte Beisch, der den Ball eigentlich schon gestoppt hatte, nicht festhalten. Der Ball rollte über die Brust von Beisch ins Tor (18.). Anschließend war es dem SVL nicht zu verübeln, dass er das unverhofft schnelle Ergebnis verwaltete und Wulferstedt spielen ließ.

Halbchancen für Wulferstedt

Die Gäste nahmen die Rolle auch gut an, versuchten schön über die Außen zu spielen. Hier stach Breitenbach hervor, der sich immer wieder durchsetzte und schöne Flanken schlug. Es ergaben sich aber nur Halbchancen. Das schien sich zu ändern, als Schütze SVL-Keeper Robinson mit einem Freistoßaufsetzer prüfte. Robinson hielt den Ball nicht fest und fällte gleichzeitig den nachsetzenden Reimann.

Schiedsrichter Rommel entschied auf Strafstoß (20.). Als der Strafstoß freigegeben war und sich Ilsmann konzentriert im Anlauf befand, irritierte der Schiedsrichter urplötzlich mit dem deutlichen Aufruf „Wartet mal, Jungs!“ – wahrscheinlich weil sich ein, zwei Spieler am Sechzehner schon bewegten. Ilsmann, der wahrscheinlich gar nicht gemeint war, bremste reflexartig ab. Als er dann wieder anlief, verschoss er. Die Wulferstedter sahen sich in der Ausführung des Strafstoßes beeinflusst.

Reimann zeigt sich fair

Wulferstedt blieb weiter aktiv, während Langenstein mit zwei Viererketten ausschließlich verteidigte und auf lange Bälle für die schnellen Stürmer hoffte. Dennoch wurde der Strafraum des SVL immer mehr Schauplatz. Als Kischel im Strafraum gegen Reimann nachsetzte und Reimann fiel, entschied der Schiedsrichter erneut auf Strafstoß für Germania (40.). Gemurmel machte sich in der Spielertraube breit, was damit endete, dass der Schiedsrichter die Vertrauensfrage an Reimann stellte. Reimann blieb ehrlich und wies ein Foulspiel zurück. Unter großer Anerkennung des Schiedsrichters und der Langensteiner wurde der Strafstoß zurückgenommen.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Wulferstedt blieb engagiert, machte ausschließlich das Spiel, hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und jetzt auch Chancen, die alle ungenutzt blieben. Bei einer der Besten hatte Breitenbach Pech mit einem Pfosten-Kopfball (53.).

Langenstein reicht ein Schuss

So reichte dem SVL ein Torschuss in der 65. Minute, um das 3:0 zu erzielen. Kischel legte technisch stark auf Schröder ab, dessen „Strich“ aus 18 Metern ebenso sehenswert wie unhaltbar im langen Eck einschlug. Bis in die Schlussphase und wahrscheinlich auch darüber hinaus – hätte man das Spiel beliebig verlängert – sollte ein Torerfolg den Germanen an diesem Tage nicht hold sein.

Germania Wulferstedt: Beisch – Ilsmann, Dilge, Zimmermann, Reschke (46. Charwat), Grzenda, Rzehaczek, Breitenbach (64. Stadler), Reimann, Jahn, Schütze.

Torfolge: 1:0 Brüser (10.), 2:0 Rothe (18.), 3:0 Schröder (65.).

Schiedsrichter: Rommel.

Zuschauer: 92.