Irxleben l Immerhin haben sie die Hinrunde als „Vize-Herbstmeister“ abgeschlossen. „Wir sind immer noch im Amateurbereich, da sollen sich die Spieler auch einfach mal ausruhen. Nach Silvester würde ich es aber schon gut finden, wenn sie dann zwei Läufe à 45 Minuten pro Woche machen“, blickt der Coach voraus. Immerhin soll die gute erste Halbserie, in der die Irxleber im Vergleich zum Vorjahr bei einem Spiel weniger sogar sechs Punkte mehr geholt haben, möglichst im neuen Jahr eine Fortsetzung finden – und das funktioniert nur über Fleiß und Ehrgeiz.

Die Bördekicker waren mit Vorschuss-Lorbeeren in die Saison gestartet, nachdem sie in den vergangenen beiden Spielzeiten zu den Top-Teams der Liga gehörten und sich in der Sommerpause noch namhaft verstärkt hatten. Die hohen Erwartungen wurden zu Saisonbeginn – vom frühen Pokalaus in Heyrothsberge einmal abgesehen – auch erfüllt. Am dritten Spieltag stand das Team von Thomas Sauer sogar auf Platz eins.

„Im zweiten Drittel wollten wir dann allerdings alles nur noch spielerisch lösen, hinten und vorn wurden die Bälle zu viel hin und her gespielt. Dabei haben wir unsere Tugenden – Laufen, Kämpfen, Köpfen – nicht mehr in die Waagschale geworfen.“

Bilder

„Insgesamt muss man diese Hinrunde in drei Teilen betrachten. Im ersten Drittel waren wir gut unterwegs, haben die Partien spielerisch für uns gestaltet. Im zweiten Drittel wollten wir dann allerdings alles nur noch spielerisch lösen, hinten und vorn wurden die Bälle zu viel hin und her gespielt. Dabei haben wir unsere Tugenden – Laufen, Kämpfen, Köpfen – nicht mehr in die Waagschale geworfen. Wir wurden immer gelobt, dass wir nie aufgeben, immer anlaufen, nie ein Ergebnis nur halten wollen – das alles war nicht mehr zu sehen.

Offene Aussprache mit Erfolg

Zudem haben sich die Gegner auch anders auf uns und unsere Individualisten eingestellt, traten insgesamt defensiver auf. Eine sehr offene Aussprache der Mannschaft hat dann das letzte Drittel eingeläutet. Es gab noch eine grausame Halbzeit in Förderstedt, aber danach haben wir das gut hingekriegt. Ich denke, am Ende stehen wir deshalb jetzt auch zu Recht dort oben in der Tabelle“, fasst Sauer zusammen.

Fünf Siege in sechs Spielen

Von den letzten sechs Spielen gewannen die Irxleber fünf, mit Heyrothsberge teilten sie die Punkte. Das ist auch eine der Partien, in denen sich Sauer etwas mehr erhofft hatte: „Es gab ein paar Spiele, die wir in der Rückrunde vielleicht etwas gerade rücken wollen. Dazu gehört für mich die 5:3-Niederlage in Calbe. Dann das 3:3 in Warnau – das ist zwar eine sehr gute Mannschaft, aber das späte Gegentor zum 3:3 hat uns schon geärgert. Auch gegen Heyrothsberge hätte man mehr holen können. Selbst das 0:1 gegen Preussen spiegelt nicht so richtig den Spielverlauf wider.“

„Dass wir da aktuell Erster sind, ist schön. Trotzdem haben wir uns in dieser Saison ein paar Disziplinlosigkeiten erlaubt, die es in den letzten Jahren nicht gab.“

Auch in Sachen Fairplay hofft Sauer noch auf eine Verbesserung in der Rückrunde. „Dass wir da aktuell Erster sind, ist schön. Trotzdem haben wir uns in dieser Saison ein paar Disziplinlosigkeiten erlaubt, die es in den letzten Jahren nicht gab. Bei etwas konsequenteren Schiedsrichtern hätte es auch noch die ein oder andere Rote Karte geben können“, weiß der Coach.

Deutlich verbessert hat sich der SV Irxleben unterdessen was die Torausbeute anbelangt. Fielen im Vorjahr in 15 Hinrundenspielen nur 24 Tore, so sind es jetzt in 14 Spielen schon 32. Großen Anteil daran hat Neuzugang Tobias Herrmann, der mit 14 Treffern die Liste anführt. „Zu Tobi muss man nicht viel sagen. Was er kann, hat er gezeigt. Bei ihm mangelt es zwar etwas an der Laufarbeit in der Defensive, aber das Problem haben bekanntlich viele Stürmer“, ist Sauer klar.

Zander überzeugt

Seine Vielseitigkeit musste der zweite Neuzugang, Martin Zander, unter Beweis stellen. „Zandi hat in der Hinrunde aufgrund unserer Personalnot auf sechs oder sieben unterschiedlichen Positionen aushelfen müssen und das immer gut gemacht, weil er eben fußball-intelligent ist. Das hat uns auf jeden Fall gut getan“, lobt der Trainer. Die weiteren, echten Neuzugänge – Tim Ahlemann und Norman Moß – kamen aufgrund ihrer Knieverletzungen bisher kaum oder gar nicht zum Zuge. Die Irxleber hoffen aber, dass sie in der Rückrunde das Team verstärken werden.

In das Training startet die Mannschaft von Thomas Sauer am Donnerstag, den 11. Januar 2018. Bereits am 12. Januar steht dann ein Hallenturnier in Gerwisch an, bevor am 13. Januar in Barleben das erste Testspiel ausgetragen wird. Gegner ist der SV Seehausen.