Altenweddingen l Doch auch die kommende Saison in der Landesklasse, Staffel 4, verspricht sehr abwechslungsreich zu werden – nicht zuletzt durch neue Gegner und junge Spieler im Team.

„Ich freue mich sehr auf die neue Saison, auch wenn bis zum Start noch einiges zu tun ist“, erklärte Altenweddingens Trainer André Lucht in der Vorbereitung. Damit meint er die Eingliederung der jungen Spieler aus der A-Jugend in die beiden Herrenmannschaften. Diese wurde vom Verein aufgelöst, da vor allem die Reserve völlig unterbesetzt war. Für den Trainer ein großer Vorteil, da er die Spieler seit ihrer F-Jugend-Zeit kennt und sie bis zur A-Jugend trainiert hat. Doch gerade im Bereich der Fitness müssen diese noch einiges zulegen, um in der neuen Saison mitzuhalten. Das zeigte auch das Testspiel gegen den SV Eintracht Gröningen (Bördeoberliga), welches mit 1:5 verloren ging.

Lucht hat vieles vor

Lucht selbst hatte das Traineramt der ersten Mannschaft erst sieben Spieltage vor Schluss der vergangenen Saison übernommen. Nach drei Niederlagen in Folge, mit teilweise blutleeren Auftritten, wollte die Abteilungsleitung mit einem Trainerwechsel neuen Schwung in die Mannschaft bringen. André Lucht beerbte daraufhin Mirko Stieler und machte sich auch gleich an die Arbeit, um einen Abstieg noch zu verhindern – was schließlich auch gelang.

Mit dem Sieg gegen den SC Stahl Aken, dem Auswärtssieg in Felgeleben sowie dem hart erkämpften Unentschieden beim Tabellenführer FSV Rot-Weiß Alsleben sicherte sich der SVA den neunten Tabellenplatz und den Verbleib in der Liga. „Ich hatte keinen Trümmerhaufen vorgefunden, sondern knüpfte zum Teil an die Arbeit von Mirko an. So war es schließlich möglich, das Ruder rumzureißen“, so Lucht.

Stammpersonal ist geblieben

Neuzugänge kann der Verein keine vermelden und bis auf Mario Hölz und Nick Zunker, die zum Schinner SV Eintracht und SV Seehausen wechseln, werden auch alle Spieler dem SVA treu bleiben, darunter auch Sebastian Pesel und Mannschaftskapitän Hannes Petters, die mit jeweils sechs Treffern die interne Torjägerliste anführten. „Diese Stammspieler sind wichtig. Gerade jetzt, wo wir mit dem Nachwuchs eine recht junge Mannschaft haben, brauchen wir Führungspersönlichkeiten, die eine Orientierung geben können“, weiß der Chefcoach.

Das Ziel für die aktuelle Saison heißt Klassenerhalt, denn bekanntlich ist die zweite Saison schwerer als die erste als Aufsteiger. Neu ist auch, dass es in der Liga in diesem Jahr zwei Abstiegsplätze gibt, da der SV Bräunrode von der Landesklasse, Staffel 6, in die 4 gewechselt ist. Somit ergeben sich 14 Tabellenplätze. Allerdings hat der TV Askania Bernburg seine zweite Mannschaft aufgelöst, welche damit schon als sicherer Absteiger feststeht. Der SVA wird die Punktejagd mit einem Auswärtsspiel gegen den Kreis­oberliga-Aufsteiger FV Merzien starten. Diesen kann Lucht nur schwer einschätzen, hofft aber, wie beim darauffolgenden Heimspiel gegen den VfB Borussia Görzig, auf einen Sieg. „Das ist wichtig für den Kopf und auch für den weiteren Verlauf der Saison. Dafür werden wir im Training hart arbeiten.“