Kroppenstedt l In einem spannenden Kreispokal-Viertelfinale unterlag der Bördeoberligist Germania Kroppenstedt am Sonnabend nur knapp und nach eigener Halbzeitführung dem Landesklasse-Spitzenreiter aus Ummendorf.

Nach dem enttäuschenden Auftritt des KSC im letzten Ligaspiel wartete mit dem Ummendorfer SV ein echter Brocken im Pokalviertelfinale auf die angeschlagenen Germanen. Die Gäste führen die Tabelle der Landesklasse 3 an und mussten in dieser Saison erst eine Niederlage hinnehmen.

Spielfluss des Favoriten stoppen

Die Kroppenstedter wollten den USV möglichst nicht ins Rollen kommen lassen. Die Hausherren bemühten sich im Zentrum sicher zu stehen und versuchten mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen. Die erste Chance der Gäste hatte Felix Krause. Nachdem Keber den Ball vom rechten Flügel in die Mitte gebracht hatte, konnte Krause den Ball abschirmen, sein Schuss wurde jedoch im letzten Moment von Wolf geblockt.

In der 22. Minute zog Türke-Reinert aus der zweiten Reihe ab. Sein Schuss traf den eingelaufenen Krause am Rücken. Der KSC brachte die Kugel unter Kontrolle und Hartmann schickte Janich auf die Reise. Der sah bereits, dass Tenneberg weit vor seinem Tor stand. Janich fackelte nicht lange und überlupfte den Schlussmann – die 1:0-Führung für den KSC.

Einige Minuten danach versuchte Patrick Burger per Fernschuss Geick zu überwinden. Seinen Flachschuss aus 25 Metern konnte Geick mit Mühe zur Ecke klären. Sowohl Ummendorf als auch Kroppenstedt kamen häufig nach Standards vor das gegnerische Tor, jedoch waren die Situationen nicht zwingend genug.

Kroppenstedt führt zur Pause

Kurz vor dem Halbzeitpfiff setzten die Kroppenstedter die Hintermannschaft des USV unter Druck, Michael gewann auf dem rechten Flügel den Ball und wurde kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Der folgende Freistoß wurde von Gesell getreten. Er versuchte es mit einem satten Flachschuss in die Torwartecke. Tenneberg war jedoch auf dem Posten und konnte abwehren. Somit ging es mit dem 1:0 in die Pause.

Wechsel beim USV

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselten die Gäste. Marschke und Neubauer kamen für Ohnesorge und Keber in die Partie. Die Ummendorfer erwischten den besseren Start in Halbzeit zwei. Nun sollte vermehrt mit hohen Flanken der kopfballstarke Marschke im Zentrum gesucht werden. Anfangs waren die Angriffe nicht zwingend genug. Erst in der 61. Spielminute, als Strauß eine Flanke vom rechten Flügel in die Mitte brachte, sprang Marschke am höchsten und köpfte aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein.

In der Folge wurde das Spiel wieder offener. Michael hatte eine gute Möglichkeit. Nach einem Freistoß wurde er nicht gedeckt, bekam den Ball und ging in den Strafraum. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging jedoch knapp über den Querbalken. Auf der anderen Seite ging Neubauer auf der linken Seite zur Grundlinie und dribbelte nach innen. Seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Geick mit einer Hand abwehren. Der Ball landete jedoch bei Marschke, der in der Mitte zum Abschluss kam. Sein Schuss ging unter die Querlatte und sprang ins Feld zurück, ehe Hartmann klärte.

Strauß trifft von der Strafraumgrenze

Wenig später bot sich Rode die Chance über den Kroppenstedter linken Flügel. Seine Flanke war jedoch zu nah ans Tor gespielt und erreichte den am langen Pfosten lauernden Michael nicht. In der 81. Minute bekam Eric Strauß den Ball, zog nach innen und schoss von der Strafraumgrenze. Er wurde zwar von Toni Liehr attackiert, das verhinderte dennoch nicht den platzierten Torschuss, der flach am Innenpfosten vorbei den Weg ins Tor fand – die späte Führung für die Gäste.

Die Schlussphase blieb weiter spannend. Der KSC hatte noch Chancen durch den eingewechselten Kaczur und Marcus Janich. Jedoch ging gegen Spielende die letzte Präzision verloren und die Hausherren konnten keinen weiteren Treffer markieren. Auch der eingewechselte Olejnik versuchte es aus der Distanz. Die Direktabnahme ging jedoch knapp am Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite setzte Strauß noch einmal zum Solo an, in dieser Situation war Geick jedoch schneller im Eck und konnte zur Ecke parieren.

Spiel auf fairem Niveau

Die 102 Zuschauer sahen ein spannendes Spiel mit vielen Torchancen. Die Partie verlief absolut fair ohne grobe Fouls. Der souveräne und sehr kommunikative Schiedsrichter Krugel kam mit lediglich fünf Verwarnungen aus. Für den KSC geht es am Wochenende zum nächsten Ligaspiel nach Wanzleben.

Statistik

Torfolge: 1:0 Marcus Janich (22.), 1:1 Robin Marschke (62.), 1:2 Eric Strauß (81.)