Uthmöden l Bestes Reiterwetter gab es an beiden Tagen in Uthmöden. Nicht zu warme Temperaturen für die Reiter und nasser Rasen für die Pferde. „Mit dem Wetter hatten wir Glück, so mussten wir den Rasen nicht wässern. Das kommt bei den Reitern immer gut an, wenn man so einen guten Turnierplatz hat“, so der Vereinsvorsitzende Siegfried Partes. Dieser freute sich auch über die hohe Anzahl von Startern, denn auch Breitenrode richtete am Wochenende ein Turnier aus. „Es war schön zu sehen, dass uns viele Reiter treu geblieben sind oder dass sie auf beiden Turnieren waren. Das zeigt, dass Uthmöden ein wichtiger Termin im Turnierkalender ist.“

Neben den Springprüfungen Klasse A*, A** und L wurde auch ein E-Stilspringen geprüft. Absolutes Highlight an beiden Tagen war das Klasse M* Springen am Sonnabend, das Ralf-Werner König mit Cashwell S vom Haldensleber Reitclub gewann und das Punktespringen Klasse M* am Sonntag, welches Joan Weck mit Cora vom Reitverein Eichenhof Schermen-Pietzpuhl für sich entschieden.

Haldensleber Reitclub auf Platz 1

Nathalie Roos und ihr Pferd Come to Rio vom Haldensleber Reitclub überraschten mit ihrem Sieg bei der Punktespringprüfung A*. „Ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir gewonnen haben. Das ist so toll. Man hat mal einen guten und manchmal einen schlechten Tag, doch heute hatten wir einen sehr guten Tag“, freute sich Roos. Sie hatte aus privaten Gründen zwei Jahre pausieren müssen und erst vor einem Jahr das Training mit ihrem Pferd wieder aufgenommen. Dafür nutzte sie jede freie Minute und saß bis zu vier Tage die Woche im Sattel. Für die 22-Jährige soll es mit ihrem Pferd aber weitergehen. Die nächste Hürde, die gerissen werden soll, ist die Springprüfung L, an die sie ihr Pferd jetzt langsam heranführen will.

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An beiden Turniertagen war auch die Jugendsprecherin des Landesverbands der Reit-und Fahrvereine Sachsen-Anhalt, Josephine Hallwaß, vor Ort. Mit ihrem Pferd Singulords Joker erreichte sie in der Springprüfung A** den zweiten Platz. „Ich freue mich sehr darüber. Das habe ich meinem Pferd zu verdanken, auf das ich mich absolut verlassen kann.“ Immer wieder besuchen die 21-Jährige oder andere Vertreter des Landesverbandes die Turniere, um ein Ohr für Probleme und Anliegen der Reiter zu haben, die sie dann an das Präsidium weiterleiten.

Rund 900 Besucher vor Ort

„So wollen wir helfen und zeigen, welche Gesichter hinter den Namen stecken. Außerdem geben wir so Einblick in unsere Arbeit“, kommentierte Hallwaß.

Doch nicht nur Pferdesport wurde den rund 900 Besuchern an beiden Tagen geboten. Neben zwei riesigen Hüpfeburgen für die Kleinen gab es vor allem allerhand Essstände, die zum Verweilen einluden und die auch sehr gut angenommen wurden.

Reiter fallen vom Pferd

In so einem Turnier steckt enorm viel Vorbereitung. Bereits sechs Wochen vor Start wurde mit dem Instandsetzen des kompletten Geländes, also Reitplatz, Abreiteplatz sowie Parkplätze für Sportler und Besucher begonnen. Der Reitverein hat nur 25 Mitglieder, die bei so einem Turnier auch alle gebraucht werden und immer bereitstehen. „Ohne diese und die zahlreichen fleißigen Helfer, die auf Zuruf mit anpacken, wäre so ein Turnier gar nicht machbar. Dafür bin ich dankbar, dass das so gut bei uns funktioniert. Aber auch den Sponsoren gilt mein Dank, die uns nicht nur mit den Preisgeldern unterstützten“, so Partes.

Größere Verletzungen gab es nicht, lediglich am Samstagmorgen hatte es zwei Abwürfe gegeben, doch ist den Reitern und auch den Pferden nichts passiert. Alle sind mit dem Schrecken davon gekommen.