Eine nicht unangenehme Kür folgt morgen dem Verbandsliga-Punktspielalltag für die Stendaler Verbandsliga-Kicker. Im Viertelfinale des Fußball-Landespokalwettbewerbs empfangen sie ab 13 Uhr den Neu-Oberligisten Grün-Weiß Piesteritz im heimischen Stadion Am Hölzchen.

Stendal l Die Piesteritzer Mannschaft ist bekanntlich nach einem spannenden Zweikampf mit Union Sandersdorf im Sommer 2011 aus der Verbandsliga Sachsen-Anhalts in die NOFV-Oberliga Süd aufgestiegen. Dass dort ein anderes Lüftchen weht als in der höchsten Spielklasse unseres Bundeslandes, bekam das Team aus dem Anhaltischen in der ersten Halbserie als Neuling durchaus zu spüren.

Die Grün-Weißen belegen derzeit den 13. Tabellenplatz. Was den gastgebenden Außenseiter besonders interessieren dürfte: Aus den letzten fünf Punktspielen holten die Piesteritzer lediglich einen Punkt (Erzgebirge Aue 1:5, 1. FC Gera 1:2, Rot-Weiß ERfurt II 0:1, FSV Zwickau 0:0, Budissa Bautzen 0:3). Natürlich jedoch ist das torlose Remis im Heimspiel gegen Spitzenreiter Zwickau als ein Erfolg für Grün-Weiß zu werten.

In den Jahren gemeinsamer Verbandsliga-Zugehörigkeit haben sich der 1. FC Lok Stendal und die Piesteritzer Mannschaft oft ganz heiße Duelle geliefert, mit zumeist positivem Ausgang für Grün-Weiß. Da gab es zum Beispiel von 2006 bis 2011 drei Lok-Siege, zwei Unentschieden und fünf Erfolge für Piesteritz. In der Serie 2010/11 hieß es aus altmärkischer Sicht 1:5 in Piesteritz und 0:1 am Hölzchen.

"Piesteritz ist natürlich eine gestandene Truppe, die mit Sicherheit sehr kompakt bei uns am Hölzchen auftreten wird. Wir werden sehen, was wir da machen können", so Lok-Trainer Volcan Uluc mit Blick auf das kommende Pokalspiel.

Uluc hat inzwischen auch die Strafe des Verbandes für seinen Spruch im Auswärtsspiel bei Fortuna Magdeburg erhalten. In der Partie hatte er angesichts einer höchst bedenklichen Leistung der beiden Schiedsrichter-Assistentinnen gefragt, ob denn auch mit der Abseitsregel gespielt würde. 186 Euro hatte er dafür zu berappen, was er bereits getan hat.

Uluc kann, was den Spielerkader angeht, morgen mit einer Ausnahme aus dem Vollen schöpfen. Die heißt Kevin Meinhardt. Der Angreifer schleppt sich immer noch mit einer Knieverletzung herum. Es ist davon auszugehen, dass er wie in der Begegnung gegen Edelweiß Arnstedt zunächst auf der Bank Platz nehmen wird und, wenn es ernst wird, die Zähne zusammenbeißt und mitspielt. Dass es ernst wird, davon ist allerdings auszugehen.

Nach diesem Pokalmatch, dem letzten Pflichtspielauftritt von Lok 2011, führt die Mannschaft übrigens vor Ort ihre Weihnachtsfeier durch, mit den Partnerinnen der Spieler, dem Trainer- und Betreuerstab sowie den Präsidiumsmitgliedern.