Langenapel l Nach einem kleinen Formtief, was zumindest die Ergebnisse betrifft, melden sich die Langenapeler mit dem Kantersieg im Titelrennen zurück und stärkten ihr Selbstvertrauen wieder. Für die Gäste aus Wenze war es ein gebrauchter Tag, getreu dem Motto: Außer Spesen nichts gewesen. Die Mannen um Spielertrainer Tobias Trittel liefen meist nur hinterher, bekamen keinen Zugriff auf das Spiel und verloren unterm Strich auch in dieser Höhe verdient.

Vom Anpfiff weg entwickelte sich das erwartete Bild. Während sich die Wenzer rund um den eigenen Strafraum versammelten und mit Kampf und Einsatz versuchten, die Langenapeler Räume einzuengen, bestimmte der SVL eindeutig die Szenerie. In der Anfangsphase fehlte aber noch ein wenig die Genauigkeit in den Offensivbemühungen oder es wurde im Abschluss zu lange gezögert. So lief Fred Neuling schon in Minute drei frei auf Schlussmann Enrico Friedrichs zu, doch er ließ sich zu viel Zeit, so dass die Gäste klären konnten. Nach Foul an Michael Vogt hätte es durchaus Strafstoß für die Müller-Elf geben können, den von Schiedsrichter Cederic Camehl gegebenen Vorteil konnte Denny Liebrecht nicht nutzen (10./vorbei).

Fast aus dem Nichts dann auch auf der Gegenseite die erste Möglichkeit für die Wenzer, doch einen Versuch von Jonas Kohlstedt lenkte Michael König über die Latte (17.). Es war allerdings doch eher eine Offensivausnahme der Rot-Weißen, die sich in der Verteidigung auch etwas zu brav präsentierten. Auch in der Folge spielte eigentlich nur Langenapel – und das ohne die ganz große Gegenwehr. In Minute 22 schob Denny Liebrecht das Leder frech ins kurze Eck zur verdienten 1:0-Führung (22.), die Sicherheit verlieh. Nur Sekunden später verwertete Neuling eine Vogt-Hereingabe zum 2:0 (23.). David Heitmann per Kopf (31.) und Vogt (31.) vergaben noch das dritte Tor, was dann Vogt nach 33 Minuten gelang. Einer ging aber noch: Nachdem Gunnar Zilt freistehend nach Vogt-Vorarbeit das Leder über den Kasten jagte, schloss Liebrecht mit Tor Nummer zwei auch noch eine Neuling-Hereingabe zum 4:0-Pausenstand (38.) ab.

Doch wer nun dachte, der SVL würde nach Wiederbeginn einen Gang herunter schalten, sah sich getäuscht. Die Müller-Truppe blieb hellwach und wollte unbedingt noch etwas für das Torverhältnis tun. Zunächst allerdings musste man das 1:4 (47.) durch Lars Stein hinnehmen, das jedoch auch nicht mehr als ein Strohfeuer sein sollte. Andreas Beneke (54.) und Michael Vogt (57.) mit einem sehenswerten Freistoßtor schraubten das Resultat wieder auf 6:1. Und hätte der SVL nicht im Abschluss teilweise – Zilt (60.), Vogt (63.) und Beneke (71.) vergaben – gesündigt, hätte es noch dicker für die Rot-Weißen, die selbst nur einmal durch Philipp Schmidt (83./gehalten) gefährlich wurden, kommen können. Nach Vorarbeit von Beneke erhöhte Vogt auf 7:1 (72.), was dann auch bis zur Schlussminute hielt. Dann legten Zilt (90.) und Neuling (90.+1) noch zwei Treffer zum mehr als deutlichen 9:1-Endstand nach.

 

Torfolge: 1:0 Denny Liebrecht (22.), 2:0 Fred Neuling (23.), 3:0 Michael Vogt (33.), 4:0 Denny Liebrecht (38.), 4:1 Lars Stein (47.), 5:1 Andreas Beneke (54.), 6:1, 7:1 Michael Vogt (57., 72.), 8:1 Gunnar Zilt (90.), 9:1 Fred Neuling (90.+1).

SR: Cederic Camehl (Diesdorf).

Vorkommnisse: Keine.