Binde l Bereits vor zwei Wochen erreichten die Altmärker mit den zwei 3:0-Heimsiegen und dem sicheren Klassenerhalt die Zielstellungen für die ablaufende Serie. Doch nun wollen sie mehr - genauer gesagt: Platz zwei soll her.

Die beiden 3:0-Heimerfolge gegen Union III und NKC 72 Berlin sorgten nämlich dafür, dass die Binder Männer wieder einmal zu Hause makellos aus der Saison kommen. Keiner Mannschaft gelang es nämlich, in den letzten drei Jahren aus Arendsee etwas mitzunehmen.

SV Binde muss kleine Punkte sammeln

Zielstellung Nummer zwei - obwohl das natürlich an erster Stelle stand - war das Erreichen des Ligaverbleibes. Den sicherten sich die Altmärker aber bereits schon vor Wochen, denn die Saison lief bisher äußerst vielversprechend.

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Doch Klassenerhalt hin oder her. Momentan sieht es sogar so aus, als könnten die Mannen um Teamleiter Alf Schernikau die beste Bundesliga-Saison seit Zugehörigkeit spielen. Derzeit liegen sie nämlich auf Platz zwei und könnten den sogar bis ins Ziel retten und verteidigen.

Auswärtspartien als Saisonabschluss

Dazu sind aber am Sonnabend (ab 13 Uhr) beim SV Fehrbellin II und einen Tag später (ab 10 Uhr) beim BBC Neuruppin konzentrierte Leistungen nötig, denn ganz in der eigenen Hand haben es die Altmärker nicht. Zwar müssen die ihre Hausaufgaben erledigen, doch danach muss der Blick auf die anderen Teams und Ansetzungen des letzten Spieltages gerichtet sein.

„Wir haben eine wirklich tolle Saison gespielt, wenn das mit dem zweiten Platz jetzt noch klappt, dann ist das Zugabe. Wir müssen in erster Linie auf uns schauen und, wenn möglich, am Wochenende nicht allzu hoch verlieren. Sicher streben wir vielleicht sogar einen großen Punkt an, doch wir wollen versuchen, so viele kleine Punkte wie möglich zu sammeln“, gibt Schernikau die Marschrichtung vor.

Und ein Blick auf das noch unbereinigte Tabellenbild zeigt, dass sowohl der BBC Neuruppin, als auch noch Union Oberschöneweide II vorbeiziehen könnten. Zwar können die Neuruppiner - weil zwei Heimspiele - keine Pluspunkte mehr sammeln, doch verteilen sie am Wochenende gegen Stendal und Binde zweimal die Höchststrafe und verliert Binde auch in Fehrbellin hoch, dann könnten sie am Ende vor den Altmärkern stehen.

Spannung in der Tabelle

Gefährlich kann eben auch noch Union II werden. „Wenn sie es schaffen, bei beiden Spandauer Mannschaften zu punkten, dann wird es eng für uns. Sollten sie sogar ein 3:0 holen, dann sind auch sie an uns vorbei“, klärt Schernikau auf.

Doch das ist alles Kaffeesatzleserei und Sorgen von Morgen. In erster Linie wird es darum gehen, die eigenen Spiele ordentlich durchzubringen und vielleicht sogar noch einmal den Zusatzpunkt anzugreifen.

„Ich glaube, dass uns das wohl eher in Fehrbellin gelingen könnte. Dort haben wir zuletzt immer ganz gut gekegelt und den Punkt knapp verpasst. In Neuruppin kommen wir dagegen nicht so gut zurecht. Die Bahn dort ist schwierig und liegt uns nicht“, stellt der Teamleiter klar.

Kader muss modifiziert werden

Allerdings müssen die Binder den Kader nochmal umbauen. Carlo Thiede weilt beruflich in Schweden, so dass für ihn diesmal Dustin Schulze einspringen wird. „Dustin hat zuletzt gezeigt, dass er das leisten kann und hat seine Chance verdient“, so Schernikau.

Die restlichen Stammakteure - nebst Ersatzmann Bernd Jagodzinski - sind aber mit dabei und wollen Platz zwei.