Binde/Arendsee l Damit beendeten die Mannen um Teamleiter Alf Schernikau ihr erfolgreichstes Liga-Jahr und mussten am Ende nur dem souveränen Meister NKC 72 Berlin den Vortritt lassen. Egal wie das Wochenende und die Spiele gegen Fehrbellin II und BBC Neuruppin für die Männer des SV Binde gelaufen wären, es wäre so oder so eine tolle und erfolgreiche Spielzeit 2018/2019 gewesen. Doch mit dem Zusatzpunkt am Sonnabend beim Absteiger SV Fehrbellin II sicherten sich die Altmärker praktisch die Vizemeisterschaft und beendeten damit ihre erfolgreichste Saison seit der Ligazugehörigkeit.

Und als der Binder Punktgewinn am Sonnabendnachmittag beim BBC Neuruppin - der spekulierte nämlich auch noch auf Platz zwei - durchgesickert war, ließen sich die Mannen um Axel Fischer und Thomas Gabrysch etwas ganz Besonderes einfallen.

„Wir waren richtig baff und überrascht, als uns die Neuruppiner am Sonntag mit einem großen Pokal für den zweiten Platz empfangen haben. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass sie uns - egal wie das Spiel gegen uns enden würde - nicht mehr vom zweiten Platz stoßen konnten. Da müssen sie über Nacht alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um uns diesen Pokal zu beschaffen“, freute sich Bindes Teamleiter Alf Schernikau nicht nur über Platz zwei, sondern eben auch über die feine Neuruppiner Geste.

Kiel mit besserem Ergebnis klar unterlegen

Und kurios war übrigens die erreichte Holzzahl der Binder im Spiel am Sonnabend in Fehrbellin. Sie kamen nämlich auf exakt 5215 Holz und holten damit den Zusatzpunkt. Nur ein Holz mehr - nämlich 5216 - schaffte der neue Deutsche Meister ETV Kiel auf der Fehrbelliner Bahn gegen die erste Mannschaft im Punktspiel der 1. Bundesliga am 9. Februar. Damit kassierten die Kieler allerdings die Höchststrafe gegen Fehrbellin I.

„Da sieht man mal die Leistungsunterschiede zur ersten Liga. Mit unserer Leistung gibt es gegen die Zweite einen Zähler, eine Liga höher - mit sogar einem Holz mehr - eben die Höchststrafe“, so Schernikau.

Umstrukturierungen sind geplant

Nun gehen die Binder erstmal in die Saisonpause und müssen abwarten, welche Umstrukturierungen in den oberen Ligen es zur neuen Saison geben wird. „Da ist so einiges am Laufen, wir müssen abwarten, was passiert“, klärt der Teamleiter auf.