Salzwedel l Der 14-jährige Schüler Marten Freise ist bei den Kreisjugendspielen im Floorball der Altersklasse C-Junioren eine der Hauptprotagonisten. Mit Spielintelligenz, ruhigem Aufbauspiel und guter Schusstechnik ausgestattet, ist Martin Freise absoluter Leistungsträger bei den Salzwedeler Grizzlys. Die Volksstimme warf einen Blick auf das verheißungsvolle Floorball-Versprechen für die Zukunft.

Seit der 2. Schulklasse spielt Martin Freise aktiv im Verein und trainiert zweimal pro Woche.

Landesauswahl-Debüt mit zwölf Jahren

Im Alter von zwölf Jahren debütierte der Linksaußen bereits für die Landesauswahl und holte in der vergangenen Saison in Mühlheim an der Ruhr die Deutsche Meisterschaft unter anderem gegen Teams aus München, Frankfurt am Main und Hamburg. Dies war der bislang größte sportliche Erfolg des Teenagers, der bereits bei der Männermannschaft des Floorball-Teams in Salzwedel mittrainiert und eine Schussgeschwindigkeit von 186 km/h in seine Schüsse legen kann.

Die Erfolge widmet Freise seinem verstorbenen Jugendtrainer Gerd Bünte, der ihn auf dem Weg zum Floorball-Auswahlspieler motivierte und seine sportliche Laufbahn prägte. „Er hat viel für den Verein gemacht und war der Begründer des Klubs (Turnverein Friedrich Ludwig Jahn Salzwedel, Anm. d. Red.)“, so Freise.

Freise ist von der Sportart fasziniert

Weshalb sich Freise überhaupt für den Floorball um seinen ehemaligen Trainer entschied und was ihn sofort an der Sportart faszinierte, beschreibt der „Grizzly“ wie folgt: „Es gibt einen großen Unterschied zwischen Floorball und anderen Teamsportarten, wie dem Fußball. Wenn die Spieler berührt werden, dann wälzen und kullern sich die Spieler drei Mal am Boden und simulieren eine Verletzung, um Zeit zu gewinnen. Dann bekommen sie den Freistoß, stehen wieder auf und laufen auf den Platz, als sei nichts passiert. Das mag ich persönlich nicht so sehr. Im Floorball wird dem Spieler aufgeholfen, man gibt sich die Hand und weiter geht es. Da gibt es kein Zeitspiel und keine Schauspieleinlagen. Nach dem Spiel schaut man sich ins Gesicht und klatscht mit dem Gegner ab. Egal wie das Spiel ausging“, so Freise.

Freise hofft eines Tages, sein Geld als Profisportler zu verdienen. Doch dabei ist nicht nur Floorball eine Option, die sich das Talent der Ganztagsschule Beetzendorf offen lässt. „Neben dem Floorball gehe ich noch zum Kickboxen und zum Brustschwimmen.

Kickboxen und Brustschwimmen helfen auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft

Beim Kickboxen habe ich mir Schnelligkeit und Ausdauer geholt. Durch das Brustschwimmen eignete ich mir vornehmlich die Kraft an. Beide Sportarten bringen mir Vorteile für den Floorball. Mein Traum wäre es, in einer dieser Sportarten eine sportliche Profikarriere zu beginnen“, so Freise.

Zweites Standbein aufbauen

Doch ein zweites Standbein steht zunächst im Vordergrund. Nach der Schule will Freise einen handwerklichen Beruf erlernen. „Vielleicht als Tischler“, so Freise. Doch bis dahin ist noch jede Menge Zeit für den Floorball-Akteur, der seine sportlichen Ziele in der anstehenden Saison klar definiert. „Am 3. November begann der Liga-Auftakt. Wir wollen eine ähnlich gute Rolle spielen, wie in der Vergangenheit. Zunächst wollen wir die Playoffs erreichen, und dann gern erneut die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Wenn wir verletzungsfrei bleiben, haben wir gute Chancen“, so Freise.

Sollte der sportliche Erfolg jedoch ausbleiben, geht die Welt nicht unter, verrät Freise. Wichtiger sei der Spaß und die Freude am Teamsport, ordnet der U-15-Spieler sehr reflektiert ein. Für sein Umfeld, dürfte Marten Freise bereits jetzt, ein Siegertyp sein.