Salzwedel l Der fünfte Spieltag in der Fußball-Landesklasse, Staffel I, hält gleich zwei Westaltmarkderbys bereit. In diese gehen der SV Liesten 22 und der SSV 80 Gardelegen als klare Favoriten.

Liesten hat Heimvorteil

Während der Spitzenreiter aus Gardelegen beim Schlusslicht SV Grün-Weiß Potzehne Sonnabend ab 15 Uhr die drei Zähler entführen möchte, hat sich auch Liesten im Heimduell gegen den SV Heide Jävenitz einen Erfolg auf die Fahnen geschrieben.

SV Liesten 22 – SV Heide Jävenitz (Schiedsrichter: Daniel Papenhagen). Es geht doch! In der Vorwoche platzte der Knoten beim SVL mit einem 4:1-Heimerfolg gegen Grieben. „Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht“, blickt Liestens Spartenleiter Mario Schulz zurück. Die Piotrowski-Elf spielte sich viele Chancen heraus und nutzte diese im Vergleich zu den vorigen Partien auch.

Vier SVL-Spieler fehlen

„Sicherlich wird auch Jävenitz aus einer sicheren Defensive kommen. Sie haben vorne schnelle Leute. Wir sollten sie also nicht unterschätzen und uns mit Kontern überraschen lassen“, so Schulz. Vielmehr möchten die Westaltmärker – fehlen werden der gesperrte Pawel Kijewski sowie die berufsbedingt verhinderten Marc Sokolowski, Steffen Mangrapp und Hannes Glameyer – selbst das Spiel gestalten und ähnlich effektiv wie in den zweiten 45 Minuten gegen Grieben zu Werke gehen.

Wesentlich kleinere Brötchen backt man in Jävenitz. „Liesten ist sicherlich nicht nur auf dem Papier der klare Favorit. Für uns sollte es hauptsächlich um Schadensbegrenzung gehen“, äußert sich Co-Trainer Sören Kleinau, für den die kommenden Partien gegen Grieben und Beetzendorf wichtiger sind. Schließlich fehlen im Heide-Lager mehrere Stammspieler.

Papenfuß steht im Tor

Für Torsten Heinze wird Domenik Papenfuß das Gehäuse hüten, zudem fallen auch Sven Weber, Pascal Eggert, Nico Jahn, Sven-Martin Kunze, Daniel Schönfeld und Christian Reineke aus. „Wir haben aber noch andere Akteure, die ihre Chance suchen und nutzen wollen“, so Kleinau, für den ein Zähler, nachdem in der Vorwoche der erste Sieg (2:1 in Uchtspringe) eingefahren wurde, sicherlich ein großer Erfolg wäre.

SV Grün-Weiß Potzehne – SSV 80 Gardelegen (Schiedsrichter: Leon Kocherscheid). Wenn das Schlusslicht (Potzehne) auf den Spitzenreiter (Gardelegen) trifft, sind die Rollen normalerweise klar verteilt. Das weiß natürlich auch Potzehnes Trainer Erich Krümmling: „Wir sind zwar der krasse Außenseiter, dennoch freuen wir uns auf dieses Derby mit hoffentlich großem Zuschauerinteresse.“ Die Grün-Weißen gingen zuletzt zwar dreimal als Verlierer vom Platz, doch viel fehlte nie.

Küllmei und Bierstedt nicht dabei

„Wir waren fast immer auf Augenhöhe, doch die letzte Entscheidung war zumeist falsch. Wir haben die Tore nicht gemacht, der Gegner hatte einfach mehr Glück“, erklärt Krümmling. Gegen den SSV („Eine gewachsene Mannschaft mit viel Potenzial“) möchte der Aufsteiger auch kämpferisch noch eine Schippe drauflegen und trotz der Ausfälle von Jan Küllmei und Enrico Bierstedt – der Einsatz von Kai Klose ist noch fraglich – den Favoriten so lange wie möglich ärgern.

Dieser möchte sich natürlich aber nicht ärgern lassen. „Ich denke schon, dass Potzehne versuchen wird, über die Zweikämpfe in die Partie zu kommen und somit unser Spiel zu unterbinden. Es könnte ein recht aggressives Derby werden“, erklärt im Vorfeld Gardelegens Trainer Norbert Scheinert, Seine Elf, die übrigens erstmalig auswärts antritt, machte ihre Sache in den ersten vier Duellen zwar schon recht ordentlich, dennoch gibt es noch immer ein paar Dinge zu verbessern.

„Wir müssen im Defensivverbund einfach kompakter stehen, dürfen nicht mehr so viel zulassen. Zudem haben wir zuletzt zu viele Chancen liegen gelassen“, berichtet Scheinert. Der hofft, dass seine Elf auch ohne Andreas Kulina, Clemens-Paul Berlin und Mario Stolle Sonnabend einen weiteren Schritt nach vorne macht.