Salzwedel l Während die Partie in Letzlingen bereits um 14 Uhr angepfiffen wird, beginnen die restlichen Paarungen mit westaltmärkischer Beteiligung morgen um 15 Uhr.

Heide Letzlingen - Rot-Weiß Arneburg

Der FSV begann mit dem Heimerfolg über Gardelegen II gut, musste zuletzt aber eine mehr als deutliche 0:4-Klatsche in Osterburg hinnehmen. Aktuell belegt die Mannschaft von Dirksen Höft mit drei Punkten den zehnten Platz. Am Sonnabend wollen die Heide-Kicker sicher Wiedergutmachung betreiben und mit einem Heimsieg über den SV Rot-Weiß Arneburg zurück in die Erfolgsspur kommen.

Doch leicht wird das sicherlich nicht. Wenn sich eine Mannschaft in dieser Liga das Prädikat „Unbequemer Gegner“ verdient hat, dann sind es die Arneburger. Die Ostaltmärker ließen nach dem 4:2-Erfolg in Jerichow ein beachtliches 2:2-Remis gegen den SV Liesten 22 folgen. Beide Mannschaften haben sicherlich ihre Qualitäten, die in der Liga auch weitestgehend bekannt sein.

Ein Favorit ist im Vorfeld aktuell nicht zu erkennen. Das sah in der letzten Spielzeit noch ganz anders aus. Damals konnte die Höft-Elf nicht nur das Hinspiel in Arneburg mit 3:1 gewinnen, sondern setzte im Rückspiel beim 4:1-Heimerfolg noch einen drauf. Schiedsrichter: Cederic Camehl

SV Liesten - Saxonia Tangermünde

„Tangermünde gehört zweifellos zu den Top-Teams der Liga. Sie haben sich im Sommer geschickt verstärkt und sind eine sehr talentierte Truppe. Da wartet nicht nur auf uns, sondern auf die ganze Liga, ein ganz schönes Brett“, lobt der SVL-Coach Michael Piotrowski den Gegner.

Dennoch wollen die 22er - gerade im heimischen Waldstadion - die drei Punkte einfahren.

„Sicherlich ist man gegen Tangermünde auch mal mit weniger zufrieden. Das ändert aber nichts daran, dass wir gewinnen wollen. Ich erwarte ein sehr enges Spiel“, blickt Piotrowski voraus. Damit das mit den drei Punkten am Sonnabend auch klappt, müssen die Rand-Salzwedeler insgesamt einfach effektiver werden.

„In Arneburg hätten wir das Spiel nach der ersten halben Stunde schon fast entschieden haben müssen. In der Halbzeit haben wir uns dann alle gewundert, warum wir mit 1:2 hinten lagen. In der Chancenverwertung müssen wir schlicht besser werden“, weiß Piotrowski um die Stellschrauben für das Heimspiel.

Während der SVL aktuell bei vier Punkten steht, finden sich die Saxonen mit drei Zählern auf dem fünften Rang wieder. Zwar konnte der FSV den Aufsteiger aus Jerichow deutlich bezwingen, musste dafür aber im Auftaktspiel gegen Uchtspringe eine 2:3-Niederlage hinnehmen.

Personell sieht es in Liesten nicht viel anders aus, wie in den Wochen zuvor. Neben Steffen Schmidt (Arbeit) und Niels Bierstedt (Verletzt), wird auch Florian Mönke, der sich jetzt seit einer Woche wieder im Mannschaftstraining befindet, noch keine Option sein. Schiedsrichter: Jan Reinecke

Lokomotive Jerichow - Eintracht Salzwedel

Die Jeetzestädter absolvierten in dieser Saison bislang nur eine Partie, konnten diese in Tangerhütte aber mit 4:1 gewinnen. Nun wollen die 09er natürlich nachlegen, um auch das zweite Auswärtsspiel in dieser Spielzeit zu gewinnen. Auch wenn die Sportvereinigung aus Jerichow mit zwei deutlichen Niederlagen in die Saison gestartet ist und aktuell den letzten Platz innehat, erwartet Salzwedels Trainer Helge Kietzke keinen Selbstläufer.

„Der Gegner ist schwer einzuschätzen. Wir kennen ihn nicht und konnten uns bislang auch keine weiteren Infos einholen. Laut den ersten beiden Spielen wird Jerichow vermutlich versuchen, die Defensive sehr eng zu gestalten und offensiv auf Konter zu setzen.“

Es wird für die Salzwedeler zunächst darauf ankommen, mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen und die nötige Laufbereitschaft an den Tag zu legen. Ein frühes Tor, um die defensive Grundordnung des Gegners auseinander zu wirbeln, wodurch sich natürlich auch mehr Räume bieten sollten, wäre sicherlich auch nicht so verkehrt.

„Wir werden uns auf alle Eventualitäten vorbereiten. Wir werden mit spielerischen Aspekten versuchen, die dichte Abwehr von Jerichow zu überwinden“, gibt Kietzke die Marschroute vor.

Personell sieht es bei den Salzwedelern erneut nicht so gut aus. Neben Hannes Schreiber und Raik Zipperling, wird auch Luca Nowak nicht zu Verfügung stehen. Seit der Datenerfassung bei fussball.de wird es das erste Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften sein. Schiedsrichterin: Stefanie Wenslau

Medizin Uchtspringe - MTV Beetzendorf

Wer hätte das gedacht? Der MTV Beetzendorf ließ nach dem Remis gegen den Favoriten aus Wahrburg auch noch einen deutlichen Heimerfolg über Tangerhütte folgen und grüßt aktuell mit vier Punkten vom zweiten Rang. Allerdings wäre es sicherlich zu vermessen und auch nicht realistisch, zu behaupten, dass die Mannschaft von Michael Banse nun als Favorit zum SV Medizin Uchtspringe reist.

Die Mediziner finden sich aktuell nur dem achten Platz wieder. Allerdings hilft ein genauerer Blick auf die Tabelle, um das richtig einzuschätzen. Uchtspringe feierte im Auftaktspiel gegen den Staffelmitfavoriten FSV Saxonia Tangermünde nämlich einen 3:2-Erfolg und wusste dadurch zu überraschen. Die zweite Partie gegen den SV Eintracht Salzwedel 09 wurde auf Wunsch der Jeetzestädter verschoben.

Unabhängig von der aktuellen Tabelle geht der SV Medizin Uchtspringe als Favorit in das Spiel. Die Gäste aus Beetzendorf werden dem nur zustimmen. Schließlich passt es auch zur Spielidee. Der MTV kommt über eine stabile defensive Grundordnung und ein schnelles Umschaltspiel bei Ballgewinn. Diese Fähigkeiten lassen sich natürlich am besten ausspielen, wenn der Gegner mehr Ballbesitz hat und das Spiel macht.

In der Vorsaison waren die Voraussetzungen vor dieser Partie ähnlich. Damals schafften es die Beetzendorfer nicht den Matchplan umzusetzen und mussten sich auswärts deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Diese offene Rechnung will der MTV natürlich noch begleichen und hofft zumindest einen Punkt zu entführen. Schiedsrichter: Christoph Rückmann

SSV Gardelegen II - Osterburger FC

Auf die Frage, ob der SSV 80 Gardelegen II nach dem äußerst glücklichen Heimerfolg über den Rossauer SV in der neuen Liga angekommen sei, war der SSV-Coach Oliver Pabst geteilter Meinung: „Punktetechnisch auf jeden Fall, spielerisch ist noch Luft nach oben. Am Ende zählen aber die Punkte.“

Die SSV-Reserve ist sich bewusst, dass der letztwöchige Heimerfolg zum Teil sehr glücklich war. „Was wir gegen Letzlingen defensiv noch gut gemacht haben, hat gegen Rossau bis zur 70. Minute überhaupt nicht funktioniert. Offensiv haben wir es aber gut gemacht und unsere Konterchancen sehr ordentlich ausgespielt“, blickt Pabst noch einmal zurück.

Gegen den Osterburger FC, der am vergangenen Sonnabend den FSV Heide Letzlingen mit 4:0 bezwang, erwartet Pabst ein anderes Gesicht seiner Mannschaft. „Die Osterburger sind ohne Frage Favorit. Es muss schon alles passen, um etwas Zählbares einzufahren. Sollte es uns aber gelingen defensiv wieder stabiler zu stehen, wäre eine Überraschung möglich. Offensiv sind wir aufgrund unserer Qualität immer gut für ein Tor“, wie Pabst erklärt.

Der OFC konnte nach der deutlichen Auftaktniederlage in Liesten zuletzt Wiedergutmachung betreiben. Vor heimischer Kulisse konnten die Biesestädter den letztjährigen Staffelsieger aus Letzlingen deutlich in die Schranken weisen. Folglich werden die Osterburger auch mit ganz breiter Brust nach Gardelegen reisen und werden versuchen den Schwung der letzten Woche mitzunehmen.

Personell sieht es in Gardelegen wieder etwas besser aus. Mit Christian Krziwanie und Martin Klaus muss Oliver Pabst verletzungsbedingt nur auf zwei Spieler verzichten. Schiedsrichter: Maximilian Presser