Kusey l Das passende Geschenk dafür lieferten die Fußball-Männer des TSV bereits am Sonntag ab. Nach dem 4:0-Sieg gegen den Kuhfelder SV und der gleichzeitigen Niederlage des SSV 80 Gardelegen II in Jübar stand der Kreismeistertitel fest.

Jubel kennt keine Grenzen

Schon während der Partie waren die Spieler auf dem Feld - vor allem TSV-Libero Sven „Schmo" Meyer - bestens über den Spielstand in Jübar informiert. In Minute 88 gab es von außen das Signal: „Aus, aus. Das Spiel ist aus. 3:2 für Jübar“. Eine kurz geballte Faust von „Schmo“ bestätigte die Kenntnisnahme. Spätestens zu diesem Zeitpunkt - selbst führten die Kuseyer deutlich mit 4:0 - war klar, das ist der Kreismeistertitel.

Schon nach dem Sieg in Gardelegen in der Vorwoche war sich TSV-Coach Klaus Steckhan sicher: „Einen brauchen wir noch, und den holen wir uns zu Hause gegen Kuhfelde“. Er sollte also Recht behalten.

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Die gute Mischung und die Auswärtsstärke

Und irgendwie hat es in diesem Jahr die Mischung gemacht. „Wir sind nicht wirklich gut gestartet. In der Sommervorbereitung lief es nicht gut für uns, wir hatten da große Probleme. Aber die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt und sich gesteigert. Wir sind überglücklich, dass es nun geklappt hat. Ich bin stolz auf das Team“, lobte Kapitän Marco Grigat seine Elf nach Spielschluss.

Und nicht nur die Mischung hat es gemacht, auch die Auswärtsstärke der Kuseyer. Wirft man einen Blick auf die Tabelle, so sieht man ein eindeutiges Bild. In 13 Matches auf fremdem Geläuf holten sich die TSV-Männer stolze 25 Punkte. Das sind fast zwei im Schnitt. Dahinter rangieren der SSV 80 Gardelegen II und der Kuhfelder SV, die beide in Kusey verloren, mit jeweils 15 Punkten und respektvollem Abstand.

Rückrunde als Trumpf

Der neue Kreismeister - der letzte Titel soll gut 30 Jahre zurückliegen - spielte auch eine hervorragende Rückrunde, während die Konkurrenten Kuhfelde und Gardelegen unbeständig agierten. So holten die Schulz & Co. bisher starke 26 Punkte und führen die Wertung an. Der SSV 80 Gardelegen II (17 Punkte, Platz 8) und der Kuhfelder SV (12 Punkte, Platz 12) können davon nur träumen.

Auch in der Defensive scheint es bei den Kuseyern besser gelaufen zu sein, als bei den anderen beiden Kandidaten. Während der Meister nur 42 Gegentreffer hinnehmen musste (acht davon gegen den SSV II) kassierten die Kuhfelder und Gardelegener jeweils weit über 50.

In den letzten beiden Saisonspielen (bei Eintracht Mechau und zu Hause gegen den SV Eintracht Salzwedel II) wollen sich die Kuseyer aber keinesfalls hängen lassen, sondern sich mit zwei weiteren Erfolgen - es sind somit noch 63 Punkte möglich - aus der Saison 2018/2019 verabschieden.