Gardelegen l Wer hätte das gedacht? Als Aufsteiger in die neue Landesliga-Saison der Nordstaffel gestartet, schloss der SSV 80 Gardelegen die Spielzeit am Ende als Vize-Meister hinter dem souveränen Staffelsieger FC Einheit Wernigerode ab.

Der SSV 80 Gardelegen spielte eine absolut tolle Saison. Die junge Truppe von Trainer Norbert Scheinert überraschte, begeisterte, kämpfte, überzeugte und spielte sich mit großer Leidenschaft und Freude in die Herzen vieler Fans und Zuschauer.

Belohnt wurde die Leistung am Ende der Saison der Landesliga Nord mit einem hervorragenden zweiten Platz, den sicher selbst viele Kenner der Szene so nicht erwartet hätten.

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Saisonstart mit Mühen

Wichtig war, dass sich der SSV schnell an die neuen Verhältnisse der Liga anpassen konnte - oder zumindest diese Phase sehr kurz hielt. Nach den ersten drei Saisonspielen (1:1 gegen Burg, 0:2 bei Börde Magdeburg und 1:1 gegen Ottersleben) fand man sich schnell im Tabellenkeller wieder. Doch der erste Sieg war nur eine Frage der Zeit, hatten die Gardelegener doch bereits nachgewiesen, dass sie spielerisch mithalten konnten. Was in den ersten drei Partien fehlte, war das Schussglück. Die Belohnung blieb also noch aus.

Trainer Norbert Scheinert forderte weiter Geduld, doch die wurde nicht überstrapaziert, denn in der Folge startete der SSV zu einem echten Lauf durch. In den kommenden acht Spielen gelangen sechs Siege und zwei Remis - der SSV war unbezwungen und ganz oben in der Tabelle angekommen.

Die folgende Niederlage gegen Staßfurt (1:2) warf die Truppe nicht um - im Gegenteil. Mit weiteren zwei Siegen (Bernburg und Calbe) und einem Remis gegen Niegripp biss man sich auf Platz vier fest und konnte schon zur Winterpause mit dem Erreichten zufrieden sein.

Enge Entscheidung im Kampf umd Platz zwei

Nun war es in den vergangenen Jahren oftmals so, dass der SSV in der Rückrunde etwas nachließ und sich so viel verbaute. Auch im Jahr 2010, als der SSV wieder aus der Landesliga absteigen musste. Diesmal jedoch blieben die Altmärker hellwach und am Drücker.

Wieder starteten sie zu einer tollen Serie, machten in dieser Zeit den Klassenerhalt bereits perfekt und holten aus den ersten acht Spielen im Jahr 2019 vier Siege, vier Remis und damit 16 Punkte.

SSV wirkt im Kampf um die Meisterschaft mit

Und urplötzlich war sogar der ganz große Wurf möglich. Doch der Boden der Realität hieß FC Einheit Wernigerode. Spätestens nach dieser 0:2-Niederlage war klar, dass der Staffelsieger nur Einheit heißen kann - auch für die SSV-Kicker.

Die spielten aber weiter um eine Saisonmedaille. Allerdings war von Platz zwei bis hin zu Platz sechs alles möglich. Doch die Gardelegener bissen sich mit großem Willen und drei weiteren Erfolgen gegen Staßfurt (2:1), Bernburg (2:1) und Calbe (4:0) durch und schlossen die Saison mit einem 0:0 gegen Niegripp ab. Am Ende standen 58 Punkte und aufgrund des besseren Torverhältnisses Platz zwei zu Buche.