Gardelegen l Gegen Schwarz-Weiß-Bismark gelang die Trotzreaktion mit einem souveränen 4:0-Sieg. Nur vier Punkte beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Preussen Magdeburg. Der Rückstand ist angesichts der aktuellen Form der Gardeleger moderat. SSV-Trainer Norbert Scheinert dämpft jedoch die Euphorie und warnt vor zu hoher Erwartungshaltung von außen:

Scheinert warnt vor Euphorie

„Wir schauen nur auf uns und nicht auf die Tabelle. Wir sind gut beraten, den Fokus auf unser Spiel zu legen. Gegen Bismark gab es auch Momente während der ersten und zweiten Hälfte, in denen wir große Druckphasen des Gegners überstehen mussten. Das darf uns nicht zu häufig passieren. Generell müssen wir effizienter spielen und cleverer zu spielen. Einfach mal das Tempo rausnehmen und den Ball in den eigenen Reihen halten - das fehlt noch in unserem Spiel“.

Der erfahrene Trainer des SSV 80 weiß, weshalb es ratsam ist, die Tabelle vor dem Spiel außer Acht zu lassen. Denn auch der kommende Gegner Union Schönebeck will in der Landesliga weiter nach oben klettern. Der Verbandsliga-Absteiger, dessen Trainer Thomas Sauer vor der Saison vom SV Irxleben zu den Schönebeckern ging, hat mittlerweile eine Einheit aus den Schönebeckern geformt. Die Unioner haben sich gut in der neuen Liga zurecht gefunden.

„Schönebeck ist ein sehr spielstarker Gegner. Das wird ein schweres Spiel“, so Scheinert.

Torgefährlichkeit von Bolze unterbinden

Aufpassen müssen die Gardeleger vor allem auf Top-Torjäger Marcus Bolze, der in neun Partien bereits elf Mal getroffen hat. Trotz der hohen Abschlussqualitäten des Angreifers, wird Scheinert keinen Sonderbewacher an die Seite des Torgiganten stellen:

„Wir werden ihn im gesamten Abwehrverbund versuchen zu verteidigen. Wir dürfen uns nicht ausschließlich nach den Stärken des Gegners orientieren. Wir werden versuchen, unser eigenes Spiel durchzudrücken. Das bedeutet, die Räume eng zu gestalten und in der Offensive mit hohem Tempo, unsere schnelle Spitzen in Szene setzen“, so der SSV-Chefcoach.

Trotz des geringen Altersdurchschnitt der Gardeleger, brauchen sich die Altmärker nicht vor den Salzländern zu verstecken.

Union-Schlüsselspieler fehlt

In die Karten spielen, könnte den Scheinert-Schützlingen die aktuelle Rot-Sperre von Justin Dehnecke. Als einer der Schlüsselspieler, wird er der Union auf dem Platz am Sonnabend fehlen. Die Formkurve für die Schönebecker vor dem Verfolgerduell beim SSV, zeigt nach den letzten beiden Spielen zudem eher nach unten. Nach der Pleite von Union gegen Ilsenburg, trifft der SSV 80 auf der Rieselwiese vielleicht genau zur richtigen Zeit auf den Absteiger.