Gardelegen l Mit einem 1:1 gegen den Burger BC 08 zum Auftakt gingen die Schützlinge von Coach Norbert Scheinert das Abenteuer an und konnten bereits erste Schlüsse ziehen. Mit dem Unentschieden konnten aber sicher beide Teams ganz gut leben. Der BBC, weil er auswärts mit minimalem Aufwand und wenig Torchancen etwas mitgenommen hat, und der SSV, weil er als Aufsteiger gleich mit einem Punkt in die Saison gehen konnte. Den beiden anderen altmärkischen Teams in dieser Liga, SSV Havelwinkel Warnau und TuS Schwarz-Weiß Bismark, gelang das nicht.

Doch einige Augenzeugen der Partie, so auch der kleine Finn Smickt von den E-Junioren des SSV, hatten da eine ganz andere Meinung: „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Die Burger haben nämlich nur mit dem Schiri gemeckert und viele Fouls gemacht. Gardelegen hatte tausend Torchancen und Burg hatte nur eine“.

Trainer zufrieden

In Ansätzen lag „Finni“ da auch gar nicht so verkehrt. Vom Spielverlauf her war durchaus mehr drin für den SSV. „Sicher hätten wir auch gern die drei Punkte mitgenommen. Wir haben Ball und Gegner über 70 Minuten im Griff und auch die besseren Chancen gehabt. Aber ich bin zufrieden mit dem Auftakt“, so Trainer Norbert Scheinert.

Apropos „Fouls gemacht“. Hervor tat sich da besonders Burgs Innenverteidiger Christian Madaus. Der hätte nach Meinung vieler Zuschauer den Platz gut und gerne nicht erst nach 90 Minuten verlassen dürfen, sondern mit Gelb-Rot schon in den ersten 45 Minuten. Neben zwei gelbwürdigen Foulspielen parierte der Abwehrmann in Torwartmanier einen Pass in die Spitze. Angreifer Gütte, der Madaus bis dahin nicht nur einmal entwischt war, wäre durch gewesen. Für dieses Handspiel sah Madaus aber dann auch zu Recht den Gelben Karton.

„Ich fand ihn stark, er hat für die Burger viele brenzlige Situationen geklärt. Ohne ihn hätten sie sicher verloren“, so die Einschätzung von Gardelegens Stephan Fraedrich, der seine aktive Laufbahn beim SSV beendete und die Partie als Zuschauer verfolgte.

Schließlich war es eine gekonnte Einzelleistung vom Ex-Gardelegener Christopher Schmidt, der den SSV-Sieg verhinderte. Nach der Führung durch Gütte (56.) traf „Schmidti“ sehenswert zum 1:1 (69.) in den Winkel und verwertete damit eine der wenigen Burger Möglichkeiten an diesem Tag.

Schmidt gibt Einschätzung

„Ja, das habe ich schön öfters so gemacht. Die Situation war wie für mich gemacht. Wir haben das Spiel druckvoll begonnen und Gardelegen eingeschnürt. Schade, dass wir daraus kein Kapital schlagen konnten. Dann wurde der SSV ja stärker. Nach meinem Tor haben wir noch mal Gas gegeben. Wir hatten mehr Luft als der Gegner, das hat man zum Ende gemerkt“, so Schmidt.

Am Sonnabend müssen die Gardelegener dann im Rahmen des zweiten Spieltages beim Magdeburger SV Börde antreten. Der konnte sein Auftaktmatch in Niegripp mit 3:1 gewinnen und möchte zu Hause natürlich nachlegen.