Gardelegen l Nach einer bärenstarken ersten Hälfte besiegten die Schützlinge von Trainer Norbert Scheinert am Sonnabend den Magdeburger SV Börde auf der heimischen Rieselwiese mit 3:0 (3:0) und klettert in der Tabelle auf Position zwei. Als Ziel hatten sich die Gardelegener einen Heimsieg und damit die Revanche für die 0:2-Hinspielniederlage gesetzt. Und das merkte man dem Spiel der Gastgeber auch von der ersten Minute an an.

Anders die Gäste, die auf ganzer Linie enttäuschten und einen gebrauchten Tag erwischten. „Wir haben uns hier von Beginn an den Schneid abkaufen und von der Gangart beeindrucken lassen. Gardelegen hat verdient gewonnen“, so Roland Schulz vom MSV.

Grundstein liegt in der 1. Halbzeit

Den klaren Sieg, der durchaus hätte noch deutlicher ausfallen können, schossen die Platzherren bereits in der ersten Hälfte heraus. Die gehörte sicher zu den besten der Saison, denn es gelang fast alles.

Allerdings hätte das Spiel auch ganz anders laufen können, wenn Magdeburgs Kreutzer (8.), der allein auf Keeper Mette zulief, das 1:0 für die Gäste erzielt hätte.

Auf der anderen Seite klingelte es dann aber. Nach toller Vorarbeit von Gütte nickte Bache zur 1:0-Führung für den SSV ein. Die Magdeburger Hintermannschaft machte nicht nur in dieser Szene keine gute Figur. Fortan bestimmten weiter die Platzherren das Geschehen. In der Folge verpassten es aber Gütte und Scheinert, weiter nachzulegen. MSV-Keeper Robert Leonhardt zeigte sich dabei als Spielverderber.

In Minute 24 war es aber wieder soweit. Diesmal bekam Bache auf halblinker Position den Ball, legte sich das Leder noch einmal zurecht und drosch zum 2:0 für den SSV ein.

Malek trifft vor der Halbzeit

Damit aber noch nicht genug. Der SSV hatte seinen Torhunger noch nicht gestillt. Kurz vor der Pause war Hannes Malek nach Vorarbeit von Berlin zur Stelle und stellte auf 3:0 - die Vorentscheidung.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten kamen die Gäste etwas energischer aus der Kabine, vermochten es aber nicht, den SSV in große Schwierigkeiten zu bringen. Die größte Chance vergab Maik Leonhardt (78.), der vom Elfmeterpunkt an Marc Mette scheiterte.

Auch der SSV 80 war in der Offensive nicht mehr ganz so zielstrebig. Die wenigen Aktionen von Bache und Mertens versandeten.

Feldverweis in der Schlussphase

Zu verkraften hatte der SSV aber in der Schlussphase noch die Ausfälle beider Innenverteidiger. Sowohl Bogdahn, als auch Haak verletzten sich am Rücken. Zudem kassierte Marco Schönfeld in der Nachspielzeit noch nach einer Rangelei die Gelb-Rote Karte.

Statistik

Torfolge: 1:0, 2:0 Simon Bache (10., 24.), 3:0 Hannes Malek (41.).

Vorkommnisse: SSV-Keeper Marc Mette pariert in der 78. Minute einen Foulelfmeter von Magdeburgs Maik Leonhardt. Gardelegens Marco Schöneld sah in der 92. Spielminute nach einer Rangelei die Gelb-Rote Karte.

Schiedsrichter: Michael Müller (Stendal).