Gardelegen l Die Fußballfrauen des SSV 80 Gardelegen haben ihr Nachholspiel auf eigenem Platz in der Regionalklasse Nord gegen das Schlusslicht SG Dessau/Mildensee standesgemäß 11:1 (3:0) gewonnen und sich vorerst mit nunmehr 15 Punkten aus sieben Saisonspielen auf Tabellenplatz zwei vorgeschoben.

Die Gäste warten indes weiter beharrlich auf ihren ersten Zähler in dieser Spielzeit. Damit hängt die Rote Ligalaterne weiterhin vor dem Dessauer Stadion.

Norweger-System kommt zum Einsatz

Die Dessauerinnen reisten zwar mit einer „Not-Neun“ an, doch eine Gäste-Spielerin signalisierte kurz vor dem Spiel, nicht einsatzfähig zu sein. Somit kam das Norweger System zur Anwendung, und die SSV-Damen verkleinerten ihren Kader ebenfalls um eine Spielerin. Die Partie startete nicht wie gewohnt ,mit einer Torhüterin und acht Feldspielerinnen, sondern mit nur sieben.

Von Beginn an übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando auf dem Rasen. Doch zunächst klebte das Schusspech an den Stiefeln. Vor allem Emilia Haak, die zweimal den Pfosten traf, konnte in der Anfangsphase ein Lied davon singen. Marie-Sophie Hahn vergab in der Anfangsphase eine weitere gute Möglichkeit.

Doch nach acht Minuten war der bann gebrochen. Hanna Ritzmann traf zur völlig verdienten 1:0-Führung für den SSV. Der kurbelte danach weiter und belohnte sich in Minute 18 mit dem 2:0. Diesmal war die eingewechselte Emely Brückner zur Stelle.

Und auch Hahn durfte sich noch vor der Pause in die Torschützenliste eintragen lassen. Sie erzielte in Minute 26 das 3:0 und entschied damit die Partie vorzeitig. In der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte, ließen die SSV-Damen weitere gute Chancen liegen und gingen mit dem 3:0 in die Halbzeitpause.

Torfestival nach der Halbzeit

Nach dem Wechsel sahen die Zuschauer ein Torfestival. Wer zu lange an der Bratwurstausgabe stand, verpasste das 4:0. Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da hatte erneut Brückner mit ihrem zweiten Treffer das 4:0 erzielt. Nur drei Minuten später bugsierte zu allem Überfluss Szuppa (45.) den Ball per Eigentor zum 5:0 für den SSV ins Netz.

Der schlief allerdings kurz danach und kassierte postwendend (46.) durch Krause den Anschlusstreffer zum 1:5. Doch der Start zu einer Aufholjagd sollte dieser Treffer nicht sein. Vielmehr starteten die Gastgeberinnen offensiv jetzt richtig durch.

Zunächst schnürte Brückner mit dem 6:1 (49.) ihren Dreierpack, ehe die zu Beginn vom Schusspech verfolgte Haak (56., 61., 68.) einen lupenreinen Hattrick hinterher schob - 9:1.

Damit war der Torhunger der Gardelegenerinnen allerdings noch nicht gestillt. Hahn schraubte das Ergebnis auf 10:1 (69.), ehe Brückner mit Tagestreffer Nummer vier den 11:1-Endstand (78.) besorgte.

Statistik

Torfolge: 1:0 Hanna Ritzmann (8.), 2:0 Emely Brückner (18.), 3:0 Marie-Sophie Hahn (26.), 4:0 Emely Brückner (42.), 5:0 Jacqueline Carmen Krause (45./Eigentor), 5:1 Josephine Szuppa (46.), 6:1 Emely Brückner (49.), 7:1, 8:1, 9:1 Emilia Haak (56., 61., 68.), 10:1 Marie-Sophie Hahn (69.), 11:1 Emely Brückner (78.).

SSV 80 Gardelegen: Schulze - Grothe, Haak, Gayko, Gärtner, I. Brückner, Hahn, Giese (E. Brückner, Ritzmann).

SG Dessau/Mildensee: Trümpler - Albrecht, Reuter, Krause, Aßmann, Szuppa, Erxleben, Seidel, Voigt.

Schiedsrichter: Patrick Schmidt (Mieste).