Liesten/Gardelegen l Im Rahmen des Landespokals genießen am Sonnabend sowohl der SV Liesten 22 (Landesklasse), als auch der SSV 80 Gardelegen (Landesliga) gegen jeweils höherklassige Gegnerschaft Heimrecht. Während die Elf von Trainer Michael Piotrowski ab 15 Uhr in Liesten den Verbandsliga-Aufsteiger FC Einheit Wernigerode begrüßt, empfängt die Mannschaft des SSV 80 auf der heimischen Rieselwiese - ebenfalls 15 Uhr - den SV Eintracht Elster zum Duell.

SV Liesten - FC Einheit Wernigerode

 Die Harz-Kicker sind sehr ordentlich in die Saison gestartet. Zwei Heimerfolge stehen zwei deutlichen Auswärtsniederlagen gegenüber. Zudem konnte der FC in der ersten Runde des Landespokals den Oberligisten 1. FC Lok Stendal in der Verlängerung mit 3:1 bezwingen. Folglich wird Wernigerode mit breiter Brust in die Westaltmark reisen.

Auf Michael Piotrowski, der den Gegner per Videostudium analysierte und sich über Statistiken informierte, und seine Mannschaft wartet also eine Hammeraufgabe. „Ich schätze Wernigerode als robuste Mannschaft ein. Der Gegner hat viele Einzelspieler in seinen Reihen, die höherklassig ausgebildet wurden“, wie der SVL-Trainer Piotrowski erklärt.

Doch auch die 22er brauchen sich sicherlich nicht zu verstecken. Die Rand-Salzwedeler kamen mit sieben Punkten sehr ordentlich in die neue Spielzeit und belegen aktuell den zweiten Rang. Nicht zuletzt die Vergangenheit zeigte, dass der SVL durchaus mit höherklassigen Gegnern mithalten kann. Dementsprechend selbstbewusst gibt man sich im Vorfeld auch in Liesten.

„Wir werden unser Spiel zwar anpassen, wollen den Gegner aber auf unsere Art und Weise bespielen. Wir wollen weiterkommen und wissen auch, dass wir dafür einen sehr guten Tag brauchen“, gibt Piotrowski die Marschroute vor.

Personell sieht es in Liesten insgesamt recht gut aus. Neben Niels Bierstedt, der noch immer verletzt ist, werden mit Hannes und Henning Glameyer zwei weitere Spieler definitiv ausfallen. Die restlichen Akteure werden aber zu Verfügung stehen, so dass man sich am morgigen Sonnabend auf ein schönes Fußballfest in Liesten freuen kann.

Sollte der SVL an die gezeigten Leistungen aus den vergangenen Jahren, wie bei den Heimspielen gegen Lok Stendal oder den SV Staßfurt, anknüpfen, muss sich der FC Einheit Wernigerode schon gewaltig strecken, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen. Schiedsrichter: Tobias Menzel

SSV Gardelegen - Eintracht Elster

Fünf Pflichtspiele, fünf Siege. Die bisherige Bilanz des Landesligisten SSV 80 Gardelegen ist blütenweiß und dazu noch bockstark. Zwei der fünf Erfolge fuhren die Schützlinge von Trainer Norbert Scheinert im Landespokalwettbewerb ein.

Zunächst gab es einen 4:1-Erfolg in Möringen in der Quali-Runde, und kurz darauf folgte ein knappes 1:0 gegen den Verbandsligisten FSV Barleben. Die Gardelegener wissen also, wie es sich anfühlt, gegen einen Verbandsligisten zu spielen und auch zu gewinnen.

Dennoch steht dieses Duell gegen die Mannen aus Elster auf einem anderen Blatt Papier. Die Gäste haben sich nämlich mit dem Gegner beschäftigt und sind vorgewarnt.

Auch die Eintracht ist gut in die Saison gekommen. Im Pokalwettbewerb setzten sich die Männer um Coach Tobias Klier mit 3:1 gegen Heyrothsberge durch, und in der Liga rangieren sie nach vier Spieltagen mit sieben Zählern auf Platz fünf. Schaut man sich die vorherige Saison und auch die Spiele der neuen Serie einmal genauer an, so stellt man fest, dass die Eintracht ihre Stärken in der Defensive hat.

Doch der SSV 80 hat bereits bewiesen, dass sie Abwehrketten mit ihren schnellen Spielern auch sprengen können. Und ohnehin müsen sich die Altmärker nicht verstecken und gehen mit Respekt, aber ohne Angst in das Pokalmatch.

„Wir freuen uns zunächst einmal, dass wir wieder zu Hause antreten dürfen. Wir müssen es eh nehmen wie es kommt. Eintracht Elster ist ein sehr interessanter Gegner“, so Scheinert schon nach der Auslosung der 2. Hauptrunde.

Und die Marschroute wird eine ähnliche sein wie schon gegen Barleben. Vermutlich werden die Gardelegen mit der bewährten Fünferkette operieren und bei Ballgewinn schnell umschalten.

„Wir haben nichts zu verlieren und können befreit in das Spiel gehen. Natürlich haben wir uns vorgenommen, den nächsten Verbandsligisten zu ärgern und wollen das Spiel auch gewinnen. Genau deshalb spielen wir ja auch Fußball“, so Coach Norbert Scheinert.

Der muss aber weiterhin auf die Langzeitverletzten Clemens Berlin (Schulter) und Max Preuß (Knie) verzichten. Weiterhin können auch Vincent Lüppken (Leiste) und Keeper Markus Falk nicht mitwirken.

Angeschlagen sind dagegen noch Marvin Bogdahn (Knie) und Daniel Stehr (Knöchel). Hier hofft der Coach aber noch auch einen möglichen Einsatz.

„Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen, doch wenn wir ausscheiden sollten, wäre das auch kein Beinbruch für uns“, so Scheinert. Schiedsrichter: Christopher Bethke