Liesten l An den 6. September 2013 erinnert man sich beim SV Liesten 22 gern zurück. Nein, damals gab es keinen Pokalsieg und auch keine Meisterschaft zu feiern, sondern man schied aus dem Landespokal aus. Der Gegner hieß allerdings 1. FC Magdeburg, und gegen diesen anzutreten, war für den Landesklasse-Vertreter eine Riesensache.

Rückblick: Der FCM war vor fast genau vier Jahren als Regionalligist ins Waldstadion gereist, trainiert wurde er von Andreas Petersen. Seitdem hat sich in beiden Lagern viel verändert. Auf Seiten der Landeshauptstädter, mittlerweile Drittligist, sind im Vergleich zu damals lediglich Nico Hammann, Felix Schiller, Christian Beck, Marius Sowislo und Nils Butzen übrig geblieben.

14 Akteure sehen sich wieder

Damals wie heute gehören dem Liestener Kader oder Trainerstab Michael Piotrowski, Sven Komnick, die Mangrapp-Brüder Steffen und René, Matthias Wiese, Lucas Bresch, Stephan Benecke, Timm Müller und Niels Bierstedt an. Für insgesamt 14 Akteure oder Funktionäre kommt es also am 7. Oktober im Rahmen der zweiten Runde des FSA-Cups zu einem Wiedersehen.

Vergessen werden darf in dieser Hinsicht aber auch Marc Pätzold nicht. Der Mittelfeldspieler fehlte zwar gegen den FCM aus beruflichen Gründen, war allerdings der Hauptgrund dafür, dass die Westaltmärker überhaupt in diesem Wettbewerb mitmischen durften. Pätzold erzielte nämlich eine Saison zuvor den 4:3-Siegtreffer im Kreispokal-Endspiel in Mieste gegen den Ligakonkurrenten FSV Heide Letzlingen.

Insgesamt passte vor vier Jahren eigentlich alles für die damals noch von Dietrich Timm und Lutz Bierstedt trainierten Liestener. Selbst das Ergebnis von 0:7 aus ihrer Sicht konnte sich gegen den haushohen Favoriten sehen lassen. „Wir haben uns damals gut verkauft, die Magdeburger sich aber auch gut angepasst“, erinnert sich SVL-Spartenleiter Mario Schulz an das Großereignis vor 1325 Zuschauern – Lucas Bresch sah die Rote Karte, Matthias Wiese (Elfmeter) und Niels Bierstedt vergaben die besten SVL-Gelegenheiten – zurück.

Haupttribüne eingeweiht

Pünktlich zu dieser Partie wurde die Haupttribüne im Waldstadion eingeweiht. „Da mussten wir natürlich viel bewegen“, verrät Schulz. Doch der Aufwand lohnte sich: „Wir hatten zuvor nicht mal annähernd so viele Zuschauer wie zu diesem Pokalspiel.“ Zuvor freute man sich schon über knapp 500 Anhänger beim Landesklasse-Auftaktspiel 2012/2013 gegen den SV Eintracht Salzwedel (3:2).

„Auf einem ähnlichen Level wie damals wollen wir uns erneut präsentieren. Wir haben einen kleinen Vorsprung, den wir nutzen wollen“, so der Sektionschef. Um auch möglichst vielen Fans Platz zu bieten, wurden extra Paletten hinter dem Tor Richtung Waldbad aufgestellt. Dies wird wohl auch in 26 Tagen der Fall sein, wenn sich die beiden Teams erneut gegenüberstehen. „Ich denke, es werden diesmal sogar noch mehr Zuschauer kommen. Der FCM ist in der Altmark sicherlich noch populärer geworden“, verrät Mario Schulz.

Die Zahl 2000 sollte allerdings nicht überschritten werden, da das Stadion sonst wohl nicht nur sprichwörtlich aus allen Nähten platzt. Selbst vom Gegner bekamen die Liestener damals ein Lob für die gute Organisation. „Pressesprecher Norman Seidler hat kürzlich noch einmal betont, dass dem Verein das gute Ambiente in angenehmer Erinnerung geblieben ist. Im Großen und Ganzen wollen wir das so beibehalten, auch wenn es sicherlich immer noch ein bis zwei Kleinigkeiten zu verbessern gibt“, so Schulz.

Kartenvorverkauf startet

Der Kartenvorverkauf – das wird die aufgeregten Fans sicherlich freuen – startet am Sonnabend beim Heimspiel gegen den SV Grieben. Ab Montag werden sie auch im Internet zu erwerben sein. Im Vorverkauf kostet ein Ticket acht Euro, an der Tageskasse hingegen zehn Euro. Natürlich sind die Vorbereitungen für den Pokal-Hit beim SV Liesten 22 aber noch längst nicht abgeschlossen.