Oebisfelde l Mittlerweile hat sich das Duell irgendwie zu einem Klassiker entwickelt. Am morgigen Sonnabend steht in der Oebisfelder Hans-Pickert-Halle nun der nächste „Clásico“ an. Anpfiff ist wie immer um 18.30 Uhr.

Im Laufe der Jahrzehnte gab es oft enge Begegnungen. So auch in der vergangenen Saison. Die Männer aus der Bachstadt setzten sich vor knapp einem Jahr, konkret am 2. November, im Hinspiel in Oebisfelde mit 27:26 durch.

SVO hat gute Erinnerungen

Im Rückspiel am 7. März dieses Jahres hatte der Ausgang dann fast schon sensationellen Charakter. Die Oebisfelder siegten in Köthen mit 32:19. Allerdings bestritten die HGler die Partie mit dem allerletzten Aufgebot.

Nach diesem Spieltag wurde die MDO-Saison wegen der Corona-Pandemie beendet. Köthen landete mit ausgeglichenem Punktestand (21:21) auf Position neun. Auf dem vorletzten Rang kamen mit 14:28 Zählern die Oebisfelder ein. Absteigen mussten sie wegen des Abbruchs jedoch nicht.

Der 32:19-Sieg vom 7. März wird im neuerlichen Duell für die Allerstädter natürlich kein Maßstab sein. „Das ist uns selbstverständlich bewusst. Köthen ist personell wieder besser aufgestellt. Die Karten werden neu gemischt“, erzählte Oebisfeldes Übungsleiter Christian Herrmann.

HG Köthen in der Favoritellenrolle

Köthen hat wie Oebisfelde vier Spiele auf dem Konto und dabei bislang gegen drei Mannschaften gespielt, mit denen auch schon der SVO in dieser Saison die Klingen gekreuzt hat. In Köthen gab es gegen Aue ein 26:26. In Bad Blankenburg verloren die HGler mit 24:28. Am vergangenen Sonnabend gelang Köthen schließlich noch ein 32:30-Heim- erfolg gegen Apolda und zum Auftakt ein 24:23-Sieg in Jena.

Letzter Auftritt ist Grund für Optimismus

Die Oebisfelder zogen indes gegen Aue, Bad Blankenburg und Apolda jeweils den Kürzeren. Demgegenüber steht der 34:27-Heimerfolg vom vergangenen Sonnabend gegen den HC Glauchau/Meerane.

Trotzdem die HG-Männer besser dastehen, können die SVO-Fans morgen durchaus von einer Partie auf Augenhöhe ausgehen. Grund ist der gute Auftritt der Allerstädter gegen Glauchau/Meerane. Sie überzeugten. Mit Blick auf das Spielerische, in der Defensive, vor allem Tormann Manuel Weis erwies sich als der Rückhalt, und auch in puncto Chancenverwertung.

„Die Jungs haben bewiesen, dass sie es können. Können wir an diese Leistung anknüpfen und eventuell noch einen Schritt zulegen, ist Zählbares möglich“, erklärte der SVO-Trainer und merkte an: „Wir gehen jedenfalls optimistisch in die Partie und hoffen auch wieder auf die Unterstützung unserer Fans.“

Nicht mehr im Kader der HG Köthen steht übrigens der Ex-Oebisfelder Robert Kreller. Der Linkshänder wurde am 3. Oktober vor dem ersten Heimspiel der HG gegen den EHV Aue II verabschiedet.