Mieste l Die Männer vom Trainergespann Dominec Soeder und Torsten Wagner rüsten sich nach der Corona-Pause für die neue Serie. Ihren letzten Auftritt hatten die HSGler am 7. März. In heimischer Halle besiegten sie Wacker Westeregeln mit 28:23.

Die vergangene Saison beendeten die Altmärker bei noch sechs ausstehenden Spielen mit 22:18 Punkten schließlich auf dem sechsten Rang. Ein Jahr zuvor, damals noch unter Trainer Marko Weis, gewann die Mannschaft sogar die Bronzemedaille und scheiterte knapp am Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga.

Mittelfeld-Platz wird anvisiert

„In der kommenden Saison ist Platz drei für uns kein Thema. Realistisch ist ein Rang im Mittelfeld“, sagte Trainer Soeder am Donnerstagabend in der Miester Halle und merkte an: „Wir müssen abwarten, wie sich die anderen Mannschaften, insbesondere mit Blick auf das Personal, präsentieren. Beispielsweise die Biederitzer, die wohl abgestiegen wären. Sie sollen personell wieder aufgerüstet haben. Eine unbekannte Größe ist indes der BSV Magdeburg, der freiwillig die Sachsen-Anhalt-Liga verlassen hat. Die Favoriten sind für mich hingegen die SG Seehausen und die HSG Osterburg.“

Bilder

HSG-Achse ist gesprengt

Personelle Veränderungen gab es aber auch bei der HSG. Die wichtigste: Spielmacher Maximilian Kleist hat die Sieben in Richtung SV Oebisfelde verlassen. Beim SVO soll er für die Mitteldeutsche Oberliga-Vertretung auflaufen (Volksstimme berichtete). „Dass Max uns verlassen hat, ist natürlich bedauerlich. Doch wir wünschen ihm alles Gute. Ich persönlich freue mich, dass er diesen Sprung gewagt hat“, so Dominec Soeder.

Gesprengt ist dadurch die oft spielentscheidende HSG-Achse. Diese wurde neben Maximilian Kleist von seinem Cousin Philipp Seiler sowie von Philipp Gürtler gebildet. Wer die Rolle von Maximilian Kleist übernehmen kann, wird sich wohl erst im Saisonverlauf herauskristallisieren. Kandidaten gibt es. Zum Beispiel Jonas Teitge. Er wechselte vor Beginn der vergangenen Saison von der A-Jugend des HV Solpke/Mieste fest ins Lager der Männer. Ein zweiter Kandidat ist Moritz Pogadl. Er stammt, wie übrigens auch Maximilian Kleist und Jonas Teitge, aus der Oebisfelder Handballschule, und war in der vergangenen Spielserie Spielmacher der inzwischen aufgelösten A-Jugend des HV, die unter Trainer Torsten Klopp und Übungsleiterin Paula Pistorius in den unterschiedlichen Altersklassen erfolgreiche Jahre absolvierten.

Auch Marius Weber gehört dazu. Er ist noch jünger als Moritz Pogadl und könnte als Linksaußen, aber auch, da er schnell auf den Beinen unterwegs ist, als mögliche Spitze, abhängig davon welches Spielsystem angesagt ist, agieren. „Bei uns rückt mehr und mehr der Nachwuchs in den Fokus“, merkte Dominec Soeder schmunzelnd an.

Allerdings nicht auf der Torhüterposition. Im HSG-Gehäuse gab es ebenfalls Veränderungen. Max Gutzeit hat die Altmärker verlassen und sich dem MTV Groß Lafferde aus der Verbandsliga Niedersachsen angeschlossen. Für ihn rückte Routinier Ingo Hübener, der bislang im Kasten der zweiten HSG-Vertretung stand, nach.

Das Training gestaltet sich bei der HSG momentan noch ein wenig locker. „Natürlich arbeiten wir an der Kondition. Aber wir legen auch schon Wert auf die Arbeit mit dem Ball und der Koordination. Die Intensität wird jedoch nach und nach gesteigert und erreicht vom 6. bis 9. September bei einem Trainingslager in Mieste sowie in der Potzehner Badeanstalt ihren Höhepunkt. Geplant haben wir in diesem Rahmen auch ein Trainingsspiel gegen den VfB Klötze“, informierte Trainer Soeder.

Max Gutzeit ist weg

Vorgesehen ist auch ein Testspiel gegen den FSV Magdeburg. Außerdem sind die Altmärker noch auf der Suche nach einem dritten Test-Kontrahenten. „Aufgrund der Corona-Pandemie ist es schon schwer, Mannschaften für Testspiele zu finden“, betonte der HSG-Übungsleiter.

Altmark-Derby zum Auftakt

Ernst wird es für den Verbandsligisten dann am 26. September. Allerdings zunächst in fremden Gefilden. Die HSG aus der westlichen Altmark muss beim HV Lok Stendal aus der östlichen Altmark zum Derby antreten. Weiter geht es am 11. Oktober in Oschersleben gegen den LSV Klein Oschersleben. Das erste Heimspiel ist am 17. Oktober gegen Aufsteiger Post Magdeburg II vorgesehen.

Das erste Duell gegen den SV Oebisfelde II soll am 21. November in der Miester Halle steigen.