Oebisfelde l Dank eines letztendlich klaren 30:25 (13:12)-Heimsieges gegen den HV Lok Stendal haben die Männer des SV Oebisfelde II (17:21 Punkte) am Sonntagnachmittag den Abstand zur Lok-Sieben (9:29) mit Blick auf den Klassenerhalt auf acht Punkte ausgedehnt.

Die Oebisfelder um ihren Trainer Toni Seiler sollten damit, obwohl sie noch fünf Begegnungen zu absolvieren haben, mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Neben Stendal sind auch der TuS Magdeburg (9:29) sowie Wacker Westeregeln (10:28) am stärksten gefährdet.

Führung zur Halbzeit

Angesichts ihrer Lage begannen die Stendaler sehr engagiert. Sie hielten dagegen. Vor allem im ersten Abschnitt machten sie viel Betrieb. Zwar lagen die Allerstädter meistens vorn, doch Lok warf mit und hielt Anschluss. So erzielte Eric Leinung per Siebenmeter den 9:9-Ausgleich (22.). Der SVO stellte dann aber das Resultat, Erik Breiteneder, Julian Meinel und Maximilian Keller hatten getroffen, auf 12:9 (27.). Im Gegenzug trafen Arno Görnemann und Fabian Hepper zum 11:12-Halbzeitstand aus Sicht der Lok-Truppe.

„Wir hatten im ersten Abschnitt einige Probleme. Die Präzision im Aufbau und beim Abschluss hat noch gefehlt“, betonte SVO-Übungsleiter Toni Seiler.

Entscheidung nach Wiederanpfiff

Das sollte sich nach Wiederanpfiff ändern. Die Oebisfelder Stärken, vor allem das schnelle Spiel, kamen nun besser zum Tragen. Und die Einheimischen machten dann auch gleich Nägel mit Köpfen. Spielmacher Erik Breiteneder, Felix Kleist und Maximilian Keller schraubten das Resultat auf 15:11 (34.). Die Stendaler mühten sich zwar, doch Anschluss fanden sie nicht mehr.

Zwar keimte im Lok-Lager in Minute 41, Kreisläufer Tom Schumann hatte auf 17:19 verkürzt, noch einmal Hoffnung auf, doch die Oebisfelder ließen nichts mehr zu. Sie zogen nun entscheidend an.

Vorsprung wächst an

Hannes Butzek und Felix Kleist netzten zunächst zum 21:17 ein. Dann, nach dem 19:22 durch Tim Krähe (44.), ging es Schlag auf Schlag. Hannes Butzek, Felix Kleist und Karl Breiteneder bauten den Vorsprung auf sechs Treffer aus (25:19/47.).

Die Begegnung war damit, auch weil die Gäste konditionell abbauten, durch. Aber die Allerstädter ließen nicht locker, drehten weiter an der Torschraube. So stand es vier Minuten vor der Schluss-Sirene 30:21. Den Stendalern drohte nun eine deftige Niederlage. Die konnten sie jedoch vermeiden. Der SVO ließ in der restlichen Spielzeit die Zügel schleifen. Lok nutzte das mit vier Toren in Folge zur Ergebniskosmetik. Endstand: 30:25 für den SVO.

„Wir haben in der zweiten Hälfte viel besser gespielt. Wir ließen den Ball laufen, haben unsere Schnelligkeit genutzt und auch gut abgeschlossen. Auch die Abwehr stand besser“, freute sich Toni Seiler.

Statistik

SV Oebisfelde II: Milde, Wehr - P. Breiteneder (1/39. Rote Karte), Müller (4), Meinel (5), Oraschewski (2), Mieth, Keller (3), K. Breiteneder (1), Kleist (5/1), Butzek (5/2), E. Breiteneder (4)

Siebenmeter: 5/3;

Zeitstrafen: 6.

HV Lok Stendal: Kurze - Schumann (4), Gercke (2), Leinung (5/3), Krähe (7/1), Hepper (1), Stephan (1), Sens (1), Tembe (1), Görnemann (3), Grimmer, Mehlich.

Siebenmeter: 5/4;

Zeitstrafen: 4.