Oebisfelde l  In der Hans-Pickert-Halle musste sich die Mannschaft von Trainer Thomas Meinel dem NHV Concordia Delitzsch knapp mit 25:26 (14:14) geschlagen geben. Schade für den scheidenden SVO-Trainer. Denn Thomas Meinel hätte gerne mit einem Sieg seinen vorläufig letzten Auftritt als Chef auf der Oebisfelder Bank beendet.

Niederlage zum Abschluss

Doch der 52 Jahre alte Übungsleiter nahm es relativ gelassen: „Zwei Zähler zum Saisonabschluss und zu meinem Abschied wären natürlich schön gewesen, doch es ist so, wie es ist. Wir haben es nicht gepackt. Es waren wieder einmal Kleinigkeiten, die gefehlt haben. Meinen Jungs kann ich aber keinen Vorwurf machen. Die Einstellung hat gepasst.“

Übrigens verzichtete der erfahrene Handball-Lehrer auf das sonst übliche Verabschiedungsprozedere. „Ich bin nicht der Typ dafür. Zumal ich mich nicht zum ersten Mal vom Amt des Trainers der ersten Männer-Mannschaft zurückziehe. Außerdem bleibe ich dem Verein in irgendeiner Funktion erhalten. Ich werde also weiterhin vor Ort sein und, wenn Not am Mann ist, auch für die Erste da sein“, erklärte der sympathische Übungsleiter nach Abschluss.

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SVO sportlich abgestiegen

Für ihn und seine Schützlinge wurde es in der Endabrechnung indes dann doch noch ganz deutlich. Bestanden vor dem vorletzten Spieltag bei der HG Köthen noch berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt, liegen die Oebisfelder (16:36) nach Abschluss satte fünf Punkte hinter dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Auf dem ist Mitaufsteiger HBV Jena mit 21:31 Punkten gelandet.

Gegen die Delitzscher, die die Oebisfelder im Hinspiel noch sicher mit 25:19 in die Schranken weisen konnten, fehlte es, wie von Thomas Meinel erwähnt, an „Kleinigkeiten“. Zum Beispiel leisteten sich die SVO-Männer nach einer auf Augenhöhe gespielten ersten Hälfte (14:14) einen Fehlstart in Runde zwei. Denn in der 34. Minute stand es 17:14 für die Gäste. Niklas Prautzsch, Oliver Wendlandt und Sascha Meiner hatten für die Concordia getroffen. Doch bei den Gastgebern stimmte, wie der Trainer ebenfalls erwähnte, die Einstellung. Sie fanden zurück. So besorgten Oliver Meinel und der engagierte Tim Schroeter den 16:17-Anschluss (36.). Acht Minuten später, Ex-Kapitän Florian Seiler hatten den 19:19-Ausgleich besorgt, war die Begegnung dann wieder offen.

Aber die Concordia hatte irgendwie immer die etwas bessere Antwort parat. Die Sachsen legten vor und schienen in Minute 52, Lucas Mittag hatte auf 25:21 für seine Farben erhöht, einem sicheren Auswärtssieg entgegenzusteuern.

SVO mit starker Schlussphase

Doch dann kamen noch einmal die Oebisfelder. Dank eines fulminanten Dreierpacks durch Tim Schroeter (2) und Phil Schliephake gelang der 24:25-Anschluss (56.). Der NHV antwortete mit dem 26:24. Der SVO zog durch Tim Schroeter zum 25:26 nach und besaß in der Schlussminute durch Phil Schliephake die große Chance zum Ausgleich. Doch der gute Phil hatte zu wenig Zielwasser getankt. Denn er scheiterte aus verheißungsvoller Position, nicht zum ersten Mal in diesem Spiel, am starken Concordia-Schlussmann Felix Herholc.

Dann war Schluss und die Gäste bejubelten mit ihrer zahlreichen und vor allem lautstarken, mit Trommeln ausgerüsteten Anhängerschaft den Auswärtssieg. Aber auch die Oebisfelder erhielten von ihren Fans trotz Niederlage und Abstieg viel Beifall.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - P. Schliephake (1), Kamm, Meinel (3), Vogel (2), Kalupke, Heidler, Koch (1), Schroeter (8), D. Schliephake (2), Seiler (6/1), Sauer (1/1), Meichsner (1).

Siebenmeter: 3/2;

Zeitstrafen: 1.