Arendsee l Gedanken machten sich auch die Organisatoren vom TSV Arendsee um Klaus Winter. Schließlich richteten sie am Sonntag zum 24. Mal den Arendsee-Lauf aus. Doch der Regen am Vortag sorgte für ein wenig Abkühlung, so dass sich insgesamt doch 111 Läufer und Walker an der „Perle der Altmark“ einfanden. Auch wenn es aufgrund der Niederschläge am Sonnabend zumindest etwas frischer und somit angenehmer war, so war es für die Sportler dennoch kein Leichtes, den Arendsee entweder zu umrunden (9,4 Kilometer) oder die halbe Strecke (4,49 Kilometer) zu absolvieren. „Durch das Wetter war ich doch ein wenig kaputt“, gestand beispielsweise Sven Schottenhamel nach dem Zieleinlauf. Er läuft die lange Strecke fast jeden Tag und war durchaus auch schon mal schneller als am Sonntag. Mit seinen etwas mehr als 37 Minuten fand sich der Fußball-Schiedsrichter aber dennoch unter den ersten Zehn ein.

In die Top-Ten beim Lauf um den Arendsee, an dem sich insgesamt 89 Sportenthusiasten beteiligten, gelangten auch zwei Fußballer vom SV Rot-Blau Sanne. Trainer Rainer Schulz hatte die Trainingseinheit des Kreisoberligisten am Sonntag in die Seestadt verlegt, um die Ausdauer seiner Schützlinge zu überprüfen. Am besten schlugen sich Adrian Krüger als Vierter und Stefan „Pimpi“ Schulz als Sechster.

Doch auch sie konnten nicht am hohen Thron von Simon Rodewohl rütteln. Der junge Pretzierer in Diensten des PSV Salzwedel brauchte nicht mal eine halbe Stunde (29,49 Minuten) für die Strecke. In seiner Altersklasse (U20) stellte Rodewohl sogar einen neuen Rekord auf. Nicht nur er erhielt einen Pokal, sondern beispielsweise auch Mathias Müller als Bester bei den Männern. Der Langenapeler, mittlerweile in Magdeburg wohnhaft, hatte im letzten Jahr noch über den langen Kanten triumphiert. Mit 32,28 Minuten war Müller auch diesmal wieder gut unterwegs, doch mit gut zweieinhalb Minuten Rückstand konnte auch er dem Gesamtsieger zum Ende hin nicht mehr folgen und musste sich mit Rang zwei zufrieden geben. Beste Frau war Laura Weissert vom SV Rosche, die mit einer Zeit von 41,37 Minuten als 23. ins Ziel kam.

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Neumann überzeugt

Auf der halben Distanz ging Justin Pascal Neumann ab wie ein geölter Blitz. In einer Zeit von nicht einmal 20 Minuten erreichte der junge Läufer von Jule Thielbeer als Erster das am Strandbad befindliche Ziel. Dicht hinter ihm lag Till Specht von Wacker Westeregeln, der seinen Vordermann bei nur 16 Sekunden Rückstand fast durchgängig im Auge behielt. Katharina Schellenberg aus Salzwedel war mit etwas mehr als 22 Minuten auf Rang fünf das stärkste Mädchen im zwölfköpfigen Teilnehmerfeld, zu dem unter anderem auch Reinhold Fredrich aus Späningen zählte, der mittlerweile der AK U80 zugehörig ist.

Acht Walker entschlossen sich, den See zu umrunden. Am schnellsten war Horst Matthias in Diensten des SV Eintracht Salzwedel in einer Zeit von einer Stunde und knapp acht Minuten. Etwas mehr als drei Minuten hinter ihm lag der Halberstädter Lothar Ahrens. Schnellste Frau war Christel Pennigstorf (Praxis Pennigstorf), die knapp acht Zeigerumdrehungen hinter dem Sieger lag.

Zwei Aktive vom MSV Eintracht Halberstadt wählten das Walking am Arendsee. Barbara Bunk war am Ende in einer Zeit von nicht einmal 40 Minuten nur eine Sekunde vor ihrer Vereinskollegin Heidi Gers im Ziel.