Salzwedel l Der größte Erfolg des Duos war sicher die Teilnahme am Nationen-Cup in Dänemark. Nach langer Abstinenz konnte nun ein Team für Deutschland in der Mannschaftsmeisterschaft der Seitenwagen–Crosser um Punkte kämpfen. So sammelte sich der Tross - bestehend aus den Teams Engelbrecht/ Karnatz, Peter/Leskow und last but not least Eddie Janecke und Gordon Bothur vom MSC Letzlingen Ende September bei herbstlich frischem Wetter im dänischen Slagelse zum Nations-Cup.

Zum Kampf um den Mannschaftstitel waren Top-Teams aus insgesamt zwölf europäischen Staaten mit ihren Spitzenpiloten - einschließlich des aus Belgien stammenden neuen Weltmeister Marvin Vanluchene - angereist. Gefahren wurde in drei Gruppen, die vor Beginn gelost wurden, so dass jedes Team miteinander im direkten Fight stand.

Crash in erster Linkskurve

Janecke/Bothur vom MSC Letzlingen, die auf Grund ihrer sehr guten Einzelergebnisse in der Saison 2018 direkt in die Startaufstellung der deutschen Nationalmannschaft delegiert wurden, hatten in ihrer Gruppe B/C einen guten Start, wurden dann aber in der ersten Linkskurve in einen Crash verwickelt und gingen zu Boden.

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Wieder aufgesessen und als letztes von 24 Gespannen aus der ersten Runde, konnten sich die beiden Rookies dann noch bis auf Platz 14 vorkämpfen.

Das Streckenprofil in Slagelse spielte den beiden ein wenig in die Karten. Zu fahren war auf einer Mischung aus Sand und Hartboden sowie vielen Ecken und weiten Sprüngen. Das war den Crossern vom MSC Letzlingen genau nach ihrem Geschmack.

zweiter Umlauf gelingt

So war der Start zum zweiten Umlauf eine Granatenleistung. Unter all den internationalen Profis schossen die beiden mit ihrem WSP-MEGA als Zehnter in die erste Runde und verbesserten sich auf einer mittlerweile zerfurchten und knietiefen Moto-Cross-Strecke nach harten Positionskämpfen sogar noch auf Platz sieben.

Mit den Ergebnissen der beiden anderen deutschen Teams stand dann am Ende des Tages ein hervorragender sechster Gesamtplatz für „Team Germany“ auf der Anzeigetafel, was wiederum zu einem Jubelsturm aller Mannschaftsmitglieder sorgte.

Kompliment von den Gegnern

Ja, selbst Fahrer aus den angereisten Teams honorierten die Leistung mit einem erhobenen Daumen. Gesiegt hatte das Team aus den Niederlanden vor Frankreich und Lettland.

„Abschließend wäre zu erwähnen, dass der DMSB-Deutschland jegliche finanzielle Unterstützung für die Nationalmannschaft versagt hatte und der Auftritt in Dänemark nur durch Eigenmittel und Sponsoren möglich war. Dank noch mal allen Unterstützern“, so Teammitglied Detlef Schumann.

Teilnahme in Tschechien

Beflügelt von der Leistung in Dänemark ging es dann eine Woche später am 29. September in die andere Richtung zu einem tschechischen Meisterschaftslauf nach Kramolin Nähe Plzen. Auf der ultraschnellen Hartbodenstrecke, auf der in jedem Jahr der Heim Grand-Prix stattfindet ging es darum, die Strecke in Vorbereitung für die nächste Saison in allen Facetten kennen zu lernen.

Da in Tschechien seit Jahrzehnten Seitenwagen Moto-Cross auf sehr hohem Niveau betrieben wird, gibt es in puncto Nachwuchs im Gegenteil zu Deutschland sehr viel Unterstützung und demzufolge sehr gute junge Teams.

Platz drei nach dem ersten Lauf

Aber die Jungs vom MSC Letzlingen nahmen die Herausforderung an - wie immer gelassen aber konzentriert und hochmotiviert. So konnten Janecke/Bothur auf WSP/MEGA im ersten Lauf nach hartem Kampf im Rudel der tschechischen Heißsporne einen hervorragenden dritten Platz für sich verbuchen.

Der zweite Umlauf endete dann für beide nach 25 Minuten und zwei Runden auf einem wiederum sehr guten sechsten Platz. Jubel im Team war Dank und Anerkennung für die beiden Crosser, die durch konzentrierte und taktisch kluge Fahrweise auf einer schnellen und mit teilweise Sprünge an die 30 Meter-Grenze dieses tolle Ergebnis erzielen konnten.

„Die Saison 2018 in der Gesamtheit betrachtend war für das Team vom MSC Letzlingen ein großer Schritt nach vorn, mit vielen neuen Eindrücken und Herausforderungen gespickt mit tollen Einzelleistungen in der deutschen Meisterschaft als auch auf internationalem Parkett. Dieses gilt es in die Saison 2019 zu übernehmen und den Schritt nach oben weiter zu ebnen. Wie immer steht und fällt die Leistung mit dem gesamten Team und dessen Engagement. Und so sei großer Dank gesagt, an alle im Team, die alle Zeit an all den Wochenenden dem Motorsport mit vollem Einsatz widmen. Dank auch allen Unterstützern und Sponsoren ohne die eine so erfolgreiche Saison nicht möglich wäre“, so Detlef Schumann weiter.