Arendsee l In Schwerin nehmen die H-Jollen-Segler an der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) teil. Am Dienstag wird es ernst für die Arendseer. Mit zehn Crews stellen die Altmärker einmal mehr die größte Flotte bei einer Meisterschaft. Insgesamt gehen laut Meldeliste 26 Boote an den Start. Das ist kein Rekord, aber auch nicht wirklich schlecht.

Vom Arendsee dürfen sich wohl Florian Stock mit Vorschotmann Robert Elfert und Christian Stock mit Sven Friedrich im Trapez die größten Hoffnungen auf vordere Platzierungen bei den Meisterschaften machen. Beide sorgten bei vielen Meisterschaften und Regatten für spannende Kämpfe und landeten immer weit vorn.

Serienmeister Florian verlor seinen Titel im vergangenen Jahr an das Duo Ole Paulsen und Oliver Wendt. Die Deutschen Meister aus Hamburg treten in diesem Jahr allerdings nicht mehr gemeinsam an. Vielmehr stehen beide jetzt auf eigenem Boot an der Pinne und haben mit Ulf Burmeister und Tim Bollens erfahrene Segler als Vorschotleute dabei. Mit beiden dürfte wohl ebenfalls zu rechnen sein.

Altmärker im erweiterten Favoritenkreis

Im erweiterten Favoritenkreis befinden sich die Skipper Andreas Becker, Carlo Schütte (beide Arendsee), Hans-Jörg Wohl (Berlin), Lars Hückstädt und Thomas Bergner (beide Plön). Diese Segler sind immer für vordere Platzierungen gut und sind auch alle in der Lage, immer wieder Spitzenplätze zu ersegeln.

Einen klaren Favoriten, so wie es Florian Stock in den vergangenen zehn Jahren war, gibt es jedenfalls nicht.

ARV-Präsident zuversichtlich

ARV-Präsident Stefan Seifert blickt optimistisch auf die Deutsche Meisterschaft. „Wir sind wieder der stärkste Verein und auf zehn Booten vertreten. Wir haben drei Favoritenschiffe dabei. Für uns könnte es in diesem Jahr gut laufen. Ich tippe, dass wir drei unter die ersten Fünf bekommen“, sagte er am vergangenen Donnerstag.

Wichtig für den Ausgang einer Meisterschaft, die über vier Tage gesegelt wird, ist das Wetter. Oft hat man im August eine Mischung aus Flautentagen, Schwach- und Starkwind. Nur wer mit allen Bedingungen am besten auskommt, gewinnt den Titel. Sollte sich aber eine Wetterlage durchziehen, können bestimmte Crews bevorteilt sein.

Für die diese Woche ist die Prognose ab Dienstag schon recht seriös. Sicher scheint aber, dass sich eine Westlage etabliert. Das heißt kein starker Wind, aber immer Wind. Wenn ein Großteil der Wettfahrten bei diesem Wetter ausgetragen werden, sind Crews bevorzugt, die nicht zu schwer sind, unter Spinnaker gut fahren können und sich auf der Kreuz kaum Fehler leisten.

Dass sie das können, haben einige der Arendseer Crews schon bewiesen. Aber im Feld gibt es noch den einen oder anderen Leichtwetter-Spezialisten. Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt.

Einige Crews sind bereits am Wochenende bei der Proberegatta auf dem Schweriner See unterwegs. Viele reisen aber erst am heutigen Montag an. Am Dienstag wird es ab 11 Uhr ernst.

Neben der IDM der H-Jollen tragen die Organisatoren vom Schweriner SV im Rahmen ihrer Segeltage auch die Meisterschaften / German Open der 15er Jollenkreuzer, Ixylon und 20er Jollenkreuzer aus. Also wird es an Land und auf dem Wasser ein munteres Treiben geben.

Geplant sind für die H-Jollen acht Wettfahrten. Ab vier absolvierten Rennen ist die Meisterschaft gültig, ab der fünften gibt es ein Streichreslutat. Letzte Startmöglichkeit ist am Freitag um 14 Uhr.