Salzwedel l Wenn am 2. September 2018 der offizielle Startschuss für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft im Triathlon fällt, schaut die Triathlon-Welt nach Südafrika.

In Port Elizabeth wird unter 51 Athleten aus der ganzen Welt ein harter Wettkampf ausgetragen - und der schnellste Mann über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen gesucht.

Neben Top-Stars der Szene wie Jan Frodeno (Deutschland), Javier Gomez (Spanien) oder Alistair Brownlee (Großbritannien) wird auch der altmärkische Triathlet Marcus Herbst aus Kloster Neuendorf an der Startlinie stehen.

Qualifikation durch gute Ergebnisse

Durch mehrere Top-5-Ergebnisse bei internationalen Rennen hat sich der 30-Jährige seine WM-Qualifikation im vergangenen Jahr gesichert.

„Für dieses WM-Ziel habe ich lange Jahre hart und kontinuierlich gearbeitet. Dass es jetzt geklappt hat, erfüllt mich mit Stolz“, sagt Herbst, der seit mehreren Jahren in Leipzig wohnt und trainiert.

Um sich seinen Traum von der WM zu erfüllen, hat der für die Triathlonfüchse Osterburg startende Herbst vor der Saison alles auf den Prüfstand gestellt und sogar einen Trainerwechsel vollzogen.

„Ich hatte das Gefühl, dass ich neue Reize brauchte. Sportlich habe ich mich über die letzten Monate definitiv weiterentwickelt. Das will ich bei der WM im Wettkampf auch umsetzen“, sagt Herbst, der von zwei Sportwissenschaftlern in der Messestadt individuell betreut wird.

Bereits eine Woche vor dem Rennen reiste der in Gardelegen geborene Herbst nach Südafrika, um möglichst perfekt vorbereitet in das Rennen gehen zu können.

„Ein Platz unter den besten zehn Athleten ist mein Ziel. Dafür muss am Renntag aber alles zusammenpassen, dann kann ich eine gute Rolle spielen“, so Herbst, der einer von acht deutschen Profis ist, die auf der Startliste stehen. Selbstbewusst kann der 30-Jährige auch an den Start gehen.

Herbst in Dresden erfolgreich

Mit drei fünften Plätzen über die Ironman-70.3-Distanz sowie einem Sieg beim Dresden City Triathlon hat Herbst in dieser Saison bereits gezeigt, dass er vorne mitmischen kann. Und das, obwohl er mit keinem seiner Rennen vollends zufrieden war.

Am WM-Tag soll jetzt alles passen. Dafür wurde in der Vorbereitung sehr vieles dem Sport untergeordnet. „Bei 30 Stunden Training pro Woche bleibt nicht viel Zeit für Freunde oder die Uni“, so Herbst, der über die letzten Monate auf seine gewohnte Umgebung in Leipzig setzte und die komplette Vorbereitung mit befreundeten Triathleten in der Messestadt absolvierte.

Am 2. September wird sich zeigen, ob sich die Strapazen für den Altmärker auszahlen - der nach der WM jedoch noch lange nicht genug hat. Wenige Wochen später will er bereits sein Ironman-Debüt folgen lassen. Es warten spannende Wochen auf den Mann aus Kloster Neuendorf.