Frauen-Handball l Calbe (ttr) Überraschend deutlich fegte die Reserve der TSG Calbe den SV Lok Oschersleben aus der Halle. Der Bezirksligist relativierte mit dem 32:22 (18:10)-Sieg seine knappe Auswärtsniederlage in der Hinrunde und verbesserte sich in der Playoff-Tabelle auf Rang fünf.

Beide Mannschaften gingen mit viel Druck in die Partie, setzten jedoch unterschiedliche Akzente. So suchten die Gäste vor allem über ihre starken Rückraum-Schützinnen ihr Glück, während die TSG in dieser Phase disziplinierte Parallelstöße auf Franziska Knappe spielte, die von links außen dann auch zum 4:2 (8.) traf. Calbe haderte noch an der Abstimmung im Mittelblock, der bisweilen durch zwei Oschersleber Kreisspielerinnen in Schach gehalten wurde, brauchte sich jedoch im Angriff nichts vorwerfen. Im Konter markierte Lisa Prokop das 15:7 (24.) und setzte damit einen weiteren Stich in das Moralkostüm des Gegners.

Nach dem Wechsel fanden die Saalestädterinnen endgültig ihren Lauf und überzeugten durch gewitzte Einzelaktionen. Kreisspielerin Laura Schmidt bekam beispielsweise den Ball eher zufällig auf die Hände, zögerte nicht lange und traf zur ersten Zehn-Tore-Führung (21:11, 34.). Dank dieses komfortablen Vorsprungs gab das Trainergespann Andreas Glöckner/Gerold Hofmann allen Spielerinnen Einsatzzeiten. Immer wieder stand das Team dadurch vor neuen Aufgaben, insbesondere in der Abwehr war eine kluge Regie gefragt.

Mit einer ganz starken Leistung und einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Deckung setzte Jessica Wißgott Akzente für die TSG und trug wesentlich zum Erfolg bei.

TSG II: Wißgott, Krafczyk - Andriovsky (3), Falke, Gröst (2), Ihlo (11/3), Knappe (4), Kubick, Lehmann (1), Prokop (8/4), Schmidt (3)

Zeitstrafen: Calbe 4 - Oschersleben 4; Siebenmeter: Calbe 8/7 - Oschersleben 7/6