Obwohl der Schönebecker Karateverein mit 15 Startern zum Altmarkpokal nach Gardelegen reiste, stand die Verteidigung des Wanderpokals unter einem schlechten Stern, da krankheitsbedingt einige Top-Athleten zuhause bleiben mussten. Umso mehr legten sich alle anderen ins Zeug, um sich gegen 17 weitere Vereine durchzusetzen.

Gardelegen (dku/fna) l In der Altersklasse Kinder A bewiesen Valentin Lachnitt und Julian Mehrhoff ihr Potenzial. Aufgrund ihrer geringen Wettkampferfahrung starteten sie in Kata und Kumite etwas holprig. In der Trostrunde kämpften sie sich ins kleine Finale. Im Kata sicherte sich Valentin den dritten Platz knapp vor Julian. Im Kumite ließ Julian nichts mehr anbrennen und gewann Bronze knapp vor Valentin.

Bei den Kindern B erlebte Maximilian seine Premiere, was man ihm nicht anmerkte. Im Kumite zog er mit solider Leistung ins Finale ein. In diesem gab es lange einen Gleichstand. In den letzten Sekunden kassierte er einen Treffer - Silber. Elias Tschimmel musste er sich im Finale einem Thüringer Landeskader knapp geschlagen geben. Der Durchbruch gelang Denise Krause. Sie ließ im Kumite nichts anbrennen und gewann alle Kämpfe. Aufgrund ihrer Leistungen der letzten Monate, durfte sie noch in der nächst höheren Kategorie starten, sie erreichte das Finale. In diesem hielt sie mit Jasmin Röper, einer guten Bekannten von Budokan Magdeburg, gut mit und setzte den ersten Punkt. Am Ende musste sie sich der sachsen-anhaltischen Topathletin geschlagen geben - Silber.

Im Altersbereich Schüler gewannen Eric Hertl und Alex Bassarab im Bereich Kata alles, bis sie im Halbfinale aufeinander trafen. Die Zwei zeigten eine starke Leistung mit dem besseren Ende für Alex. Eric sicherte sich im kleinen Finale Bronze. Alex musste sich mit 1:2-Kampfrichterstimmen geschlagen geben - Silber. Eric startete zudem noch in der nächst höheren Kategorie Kata. Im Finale stand er dann einem Lokalmatador gegenüber und unterlag letztlich knapp. Alex wollte sich noch im Kumite ausleben. In der Allkategorie (ohne Gewichtseinteilung), stand er zusammen mit Vereinskollege Hannes Krüger sechs weiteren Sportlern gegenüber. Obwohl beide als Jüngste im Jahrgang den anderen Startern körperlich unterlegen waren, überzeugten sie mit schnellen Techniken und ausgereifter Strategie. Sie trafen sich im Finale wieder. Die Beiden schenkten sich nichts. Am Ende gewann Alex knapp vor Hannes.

Im gewichtsgebundenen Kumitebereich bestritt Alex das nächste Finale und erkämpfte sich erneut Gold. Eric Wagus haderte aufgrund seines Trainigsdefizits. Gleich im ersten Kampf stand er dem späteren Sieger gegenüber und zog den Kürzeren. In der Trost-runde wachte Erik dann auf. Er gewann seine beiden Kämpfe mit hoher Punktedifferenz und sicherte sich am Ende den dritten Platz. Laura Mehrhoff musste sich eher ihrer Nervosität als ihren Gegnern geschlagen geben, sicherte sich dennoch zweimal Platz vier.

In der Altersklasse Jugend wollte Anna Bassarab ihrem kleinen Bruder in nichts nachstehen. Bereits im Katabereich punktete sie mit ihren Kata Jion und Bassai Dai. Ohne eine Gegenstimme gewann sie Gold. In ihrer Gewichtsklasse musste sie sich im Finale des Kumite einer Bundeskaderathletin beugen. In der Allkategorie stand sie im Finale einer Athletin aus Staßfurt gegenüber. Diese war in Schnelligkeit und Erfahrung überlegen - Silber. Max Randel setzte sich durch, auch er wurde am Ende nur von einem Gegner gestoppt und sicherte eine weitere Silbermedaille für Schönebeck.

Thomas Melcher, Alexander Krüger und Dennis Kusch gingen in der Altersklasse der Senioren an den Start. Thomas bestritt seinen ersten Wettkampf. Er zeigte, dass er für einen Grüngurt bereits gut mithalten konnte und sicherte sich mit der Kata Jion den dritten Platz. Alexander und Dennis wollten den Kindern beweisen, dass sie als Trainer nicht nur die Theorie beherrschen, sondern auch wirklich auf der Wettkampffläche mithalten können. Beide gewannen vor dem gespannten Publikum unter großem Applaus gegen alle Gegner aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen zu Null. Somit rundeten sie das Schönebecker Gesamtergebnis ab.

Mit all diesen Erfolgen zeigte sich der begehrte Wanderpokal wieder in greifbarer Nähe und alle erwarteten am Ende die Auswertung. Jedoch fehlten den Schönebeckern knappe fünf Punkte, um den Titel zu verteidigen - Platz zwei.

"Ein besonderer Dank gilt Betreuer Gunnar Martin, der an seinem Geburtstag unseren Athleten mit Rat und Tat zur Seite stand", freute sich Kusch.