Fußball l Unsburg/Tarthun (nwu) Etwas überraschend kam für Tino Kirst das Angebot im Sommer, Spielertrainer beim Salzland-ligisten TSG Unsbeurg/Tarthun zu werden. "Eigentlich wollte ich noch eine Saison als Spieler absolvieren."

Nach einer sehr guten Hinrunde mit Platz vier hat sich das Experiment bewährt, wobei Kirst zugibt, dass er kein Freund von dem Modell Spielertrainer ist. "Man hat einfach nicht den Überblick wie vom Spiel-feldrand aus." Nur ausnahmsweise wie beim Spiel in Förderstedt schnürte er selbst die Schuhe, als er sich aber selbst verletzte und darüber gar nicht so unglücklich gewesen sein mag.

Zu Beginn der Spielzeit war es für alle in der Mannschaft eine Umstellung mit dem neuen Modell. Zwar startete die TSG mit einem Sieg gegen Nienburg, zeigte in den ersten Wochen aber auch schwächere Spiele. "Da haben wir fußballerisch nicht überzeugt", so Kirst. Ungefähr ab Mitte der Hinrunde haben die taktischen Maßnahmen gefruchtet. Durch die Siegesserie in den letzten Spiele sei auch "die Brust breiter geworden" bei den Spielern.

Der Trainer weiß um die Stärken seiner Mannschaft, die aus einem festen Gerüst von sieben bis acht Spielern besteht. Angefangen im Tor mit Tobias Gronau, der im Verbund mit Abwehrchef Karsten Wallborn die Hintermannschaft dirigiert. Im Mittelfeld sind Anne-Jan van der Felde und Markus Evert wichtig Stützen und vorne wirbeln die Außenstürmer José Mundt und Christoph Karasch. Auch Robert Welnisch hob der Trainer hervor als den Dauerbrenner im Team und feste Bank hinten links. "Die Mannschaft hat aber auch langsam vergriffen, dass man zum Erfolg 20 und nicht nur elf Leute braucht."

Dankbar ist der Trainer auch über die Zusammenarbeit im Trainergespann mit Andreas Karasch, der ihm das Organisatorische abnimmt und das Training leitet, wenn Kirst beruflich verhindert ist. Die TSG hat sechs Punkte mehr auf dem Konto als in der Vorsaison. Für die Rückrunde schwört Kirst auf eine gute Vorbereitung. "Den ein oder anderen selbsterklärten Aufstiegsfavoriten wollen wir schon noch ärgern."