Calbe (nwu) l Eines steht für René Kausmann, den aus persönlichen und beruflichen Gründen scheidenden Trainer des Fußball-Landesligisten TSG Calbe, fest: "Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft in der Rückrunde mehr als 18 Punkte einfährt."

Als Gründe dafür zählt er zwei Faktoren auf. Erstens kehren etliche verletzte Spieler im neuen Jahr zurück und zweitens sind die Neuzugänge des Sommers mittlerweile im Team integriert. Genau diese beiden Umstände waren aus Sicht Kausmanns auch die Ursachen für die eher magere Punkteausbeute in der Hinrunde, vor allem in den ersten acht Spielen. "Gerade in der Abwehr waren wir zu instabil, mussten uns erst finden."

Mit zwei Derbyniederlagen gegen die beiden Schönebecker Vereine begann die Saison alles andere als optimal, wobei der Trainer nur die 0:4-Niederlage gegen den Schönebecker SC als verdient betrachtet. So hat das Team beim 1:2 gegen den Schönebecker SV und beim 3:4 gegen den SV 09 Staßfurt beide Spiele "in der Endphase verloren". Die Verletztenmisere und die Neufindung hatte laut Kausmann besonders Auswirkungen auf die Konzentration, was letztendlich zu vermeidbaren Niederlagen führte.

Ab Mitte der Saison trat die Wende ein, wobei der Trainer kein Schlüsselspiel dafür ausmachen wollte. Leistungsmäßig war der 2:0-Auswärtssieg in Barleben das beste Spiel. "Dort haben wir souverän gewonnen", so Kausmann. Auch den "Dreier" in Ottersleben bewertete er als positiv. Diese Ergebnisse spiegeln das wahre Leistungsniveau der Mannschaft wider. Für Kausmann gehört die TSG nicht auf den derzeitigen zehnten Platz, hat sich insgesamt in der Vorrunde unter Wert geschlagen. "Das Team gehört unter die ersten Fünf."

Positiv überrascht haben den Trainer die beiden "Aushilfs-Vorstopper" Stephan Schulze und Florian Schmidt, der als A-Jugendlicher ins Team rückte. Außerdem freut er sich über die Treffer von Alexander Menz in den letzten Spielen, der aus privaten Gründen den Verein verlässt.