Barby l Doch zu Beginn drohte die Veranstaltung ins Wasser zu fallen. Pünktlich zum ersten technischen Meeting begann es zu regnen. Doch davon ließen sich weder die Sportlerinnen und -sportler beeindrucken, noch die zahlreichen Zuschauer.

„Wir hatten am gesamten Wochenende etwa 550 Personen auf dem Platz, womit wir sehr zufrieden sind“, resümierte Mathias Mädler, beim SV Pädagogik für das Marketing zuständig. Um dabei jederzeit die Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften zu gewährleisten, gingen die Organisatoren einen bemerkenswerten Weg. Nicht etwa mit Stift auf Papier mussten sich die anwesenden Sportler und Zuschauer verewigen – das wurde auf digitalem Weg erledigt. Über die App „Herein“ musste jeder seine Daten auf seinem Handy eingeben. Aus diesen wurde ein QR-Code erstellt, welcher beim Betreten des Beach-Centers in Barby gescannt wurde.

„Der Ablauf war reibungslos“, berichtet Mädler. „Mit wenigen Ausnahmen hatten alle die App bereits installiert und wenn nicht, wurde das am Eingang schnell nachgeholt. Die erfolgreiche Durchführung der Landesmeisterschaften war auch deshalb gewährleistet, weil dem SV Pädagogik zahlreiche Helfer zur Seite standen. „Vom Catering über das Feldkommando, das Gebäudemanagement bis hin zur Turnierleitung und dem Orga-Team unter der Leitung von Trainer Dirk Schambier haben zahlreiche Helfer in nur zehn Tagen nach Verkündung der 7. Corona-Verordnung alles vorbereitet“, berichtet Mädler stolz. Doch konnte in Anbetracht der äußeren Bedingungen überhaupt ein geregelter sportlicher Wettkampf stattfinden?

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Der Wettergott hat ein Einsehen

„Wir hatten Glück, dass es am Sonnabend und Sonntag besseres Wetter wurde, sodass alle Wettkämpfe stattfinden konnten“, erklärt Mädler. Und auch am Freitagabend ließ der Regen schnell wieder nach, sodass die Spielerinnen und Spieler der Altersklasse (AK) U 17 ihre Landesmeister ermitteln konnten. Zunächst spielten die Paare im „Pool Play“ Jeder gegen Jeden, bevor anschließend im „Single Out“ die Platzierungen ermittelt wurden. SVP-Juniorin Charlotte Prestel konnte dabei mit ihrer Partnerin Frida Höllger vom USC Magdeburg die erste Medaille für die Gastgeberinnen einfahren.

Von all diesen Problemen haben die Spielerinnen des VC 97 Staßfurt wenig mitbekommen. Für die Bodestädterinnen begann das Turnier erst am zweiten Veranstaltungstag mit der Landesmeisterschaft in der AK U 15. „Wir sind mit zwei jungen Teams an den Start gegangen“, erklärte Trainer Torsten Multischewski rückblickend, warum es für Valeria Keller und Anne Witzki sowie Emilia Lingott und Maxima Schliwa noch nicht für einen Treppchenplatz reichte. „Sie haben aber schon viele gute Ansätze gezeigt, wenn man bedenkt, dass es ihr erstes Turnier war“, lobt der Übungsleiter.

Besser lief es da für die Schönebeckerinnen Elisabeth Schallehn und Nele Gerstner, welche die zweite Bronzemedaille für den SVP holen konnten. Gleich das nächste Edelmetall gab es im anschließenden U 18-Ausscheid. Nach ihrem dritten Rang am Vortag sicherten sich Charlotte Prestel und Frida Höllner eine Altersklasse höher sogar den zweiten Platz und den damit verbundenen Vize-Landesmeistertitel.

Teilnahme an Deutschen Meisterschaften gesich

Doch nicht nur das. Durch den Gewinn der Silbermedaille hat sich das Duo Prestel/Höllner auch die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft gesichert.

Der abschließende Sonntag begann mit den Wettkämpfen der U 16-Volleyballerinnen. Und erneut war der Gastgeber bei der Entscheidung über die Medaillenvergabe vorn mit dabei. Amy Eilert erkämpfte sich gemeinsam mit Leonie Lohse vom Blankenburger BVF ebenfalls Rang drei. Eine Platzierung, auf die der SV Pädagogik scheinbar ein Abonnement abgeschlossen hatte.

Zum Abschluss waren schließlich die Nachwuchsspielerinnen der AK U 19 dran. In dieser waren sowohl der SVP, als auch die Staßfurterinnen vertreten. Nach zahlreichen spannenden Duellen belegten die Elbestädterinnen Jamie Katillus und Eva Neumann abermals den dritten Platz. Eine Stufe höher auf dem Siegertreppchen ging es derweil für Lucie Kolbe und Elicia Vetter. Die beiden Staßfurterinnen erspielten den Silberrang und erreichten damit das Ziel ihres Trainers. „Wir wollten wenigstens eine Medaille mit nach Hause zu nehmen“, so Multischewski.

Abschließend schickte er noch lobende Worte in Richtung der Veranstalter. „Das Turnier war von vorn bis hinten sehr gut organisiert.“ Nicht nur deshalb bekommt der SVP schon bald die Möglichkeit, sich auf noch größerer Bühne zu präsentieren. Die Deutschen U 18-Meisterschaften im Beachvolleyball werden nach einer kurzfristigen Anfrage durch den VVSA ebenfalls im Beach-Center Barby durchgeführt. Zudem richtet der SVP in Kürze zwei Beachcamps (15.7. bis 19.7. und 12.8. bis 16.8.) aus.