Stollberg/Schönebeck l Gut gelaunt und hoch motiviert reiste die erste Männermannschaft von Union 1861 Schönebeck zum sächsischen Sportkegelverein 9Pins Stollberg. Beide Teams eröffneten die Saison der 2. Bundesliga Ost der Classic-Kegler. Union wollte vorne punkten und ging so mit Thomas Große und Maik Siegemund an den Start. Doch die Hausherren bremsten die Gäste zu Beginn direkt aus. Alexander Lasch holte gegen Große im ersten Satz einen 20-Holz-Vorsprung heraus, ließ anschließend jedoch Federn. Große war nun mit 2:1 oben auf, hatte jedoch noch immer neun Kegel Rückstand. Stollberg wechselte, für Lasch kam Tim Kieß, der mit 177 Kegel die beste Einzelbahn auf das Parkett zauberte, sodass keine Chance für Union mehr bestand. Große unterlag nach 2:2 Satzpunkten (SP) und 528:586 Holz.

Überraschung bleibt aus

Im Nebenduell rannte Tim Rösch (615) ebenfalls davon. Maik Siegemund (560) lag zur Hälfe bereits mit 0:2 hinten und musste nun 53 Kegel aufholen. Die Überraschung blieb allerdings aus, auch wenn der Rot-Grüne Schlimmeres verhinderte.

Nach dem mäßigen Start lag es an Lars Schneidereit und Michael Hagemeyer, ihr Team wieder in die Spur zurückzubringen. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte. Schneidereit (566) kam gut in die Partie und machte mit drei errungenen Satzpunkten einiges an Boden gut. Erneut wechselte der SKV und wieder schlug der Wechsel ein. Für Christian Unglaub kam Thomas Gerlach, der im letzten Satz 32 der 59 zuvor verlorenen Kegel wieder zurückholte. So blieb die erhoffte große Aufholjagd von Lars Schneidereit, der mit seinem Mannschaftspunkt (MP) aber dennoch für etwas Handfestes sorgte, aus.

Nach gutem Auftakt reißt der Faden

Michael Hagemeyer lieferte sich zu Beginn ein enges Duell mit Rico Kämpe, scheiterte aber im letzten Wurf mit einer Fünf um drei Kegel am Bahngewinn. Anschließend riss der Faden beim Schönebecker, für den nach zwei schwachen Bahnen folgerichtig Satino Stacke ins Spiel kam. Trotz guter 146 Holz von Stacke war für die Gäste auch hier nichts mehr zu holen (1:3 SP bei 532:576).

Mit riesigem Rückstand sollten Michael Barth und Guido Müller nun gegen Stollbergs nominell Besten, Chris Georgi, und Stefan Werth antreten. Barth (585) zeigte ein starkes Spiel, doch für Georgi (618) war dies nicht genug. Trotz guter Bahnen von 141 bis 154 Kegel und dem besten Ergebnis auf Seiten der Gäste sprang für Schönebecks Neuzugang nur ein SP heraus.

Im Schlussduell bekam Gudio Müller seinen Gegner nicht zu fassen. Werth rannte zur Hälfte mit 2:0 (329:278) davon. Bereits im dritten Satz entschied der Stollberger das Spiel für sich, ehe Müller mit einer 150er Bahn für minimale Ergebniskosmetik sorgte und einen SP einfuhr (556:624).

Eine insgesamt klare Angelegenheit für das gastgebende Team aus Stollberg, welches vor allem das Abräumerspiel für seine Zwecke nutzte, um so die Schönebecker in die Knie zu zwingen. Union verpatzte somit den Saisonstart deutlich und ließ die ersten Tabellenpunkte liegen. Doch es folgen weitere 21 Spiele und die Kegler aus der Elbestadt blicken bereits zielstrebig auf das nächste Heimspiel am kommenden Wochenende gegen den SV Leipzig 1910 voraus.