Schönebeck (mha/kag) l So langsam können sich die Schönebecker auch als Wildtierjäger bezeichnen. Nachdem am vergangenen Wochenende schon die Wölfe aus Leitzkau handzahm gemacht wurden, waren es diesmal die Keiler aus Wörlitz. Die Heimpremiere in der 2. Bundesliga ist den Classic-Keglern von Union Schönebeck gelungen. Gegen den SV Grün-Weiß Wörlitz fuhren die Elbestädter einen 5:3-Erfolg bei einem Gesamtergebnis von 3509:3426 Kegeln ein.

Große mit gutem Anfang

Thomas Große begann gemeinsam mit Matthias Janke gegen Patrick Walter und Reno Wehrmann. Nach soliden 90 Zählern in den Vollen explodierte Große regelrecht und schoss sich mit 80 Abräumern ein ganzes Stück vor Walter. Immer wieder dessen Attacken ausgesetzt, blieb Patrick Walter keine andere Wahl, als den Mannschaftspunkt (MP), trotz guter 584 Holz, an Schönebecks Tagesbesten abzugeben. Mit 3:1 Satzpunkten (SP) und satten 639 Kegeln ging Thomas Große von der Platte.

In den Vollen spielte Matthias Janke mit Reno Wehrmann auf Augenhöhe, jedoch riss der Faden im Räumerspiel, sodass nach 60 Wurf Michael Hagemeyer ins Spiel kam. Mit starken 109 und 110 Vollen gelang es Hagemeyer noch dem Wörlitzer beide Satzpunkte zu entlocken. Doch Reno Wehrmann ließ kaum einen Vorsprung zu und so ging der MP bei 2:2 SP und 545:580 Holz an Grün-Weiß.

Spannende Schlussphase

Im Mittelblock sahen die Zuschauer ein spannendes Duell zwischen Dustin Busse und Thomas Walter. Nach anfänglichem Punktgewinn für Busse war es jedoch anschließend stets Walter, der die Nase - wenn auch knapp - vorn hatte. Mit 3:1 SP und 593:582 ging der MP erneut an die Gäste.

Etwas eindeutiger wurde es im Duell von Maik Siegemund und Jörg Kutzer. Siegemund konnte sich mit starken Zahlen zunächst beide SP sichern, ehe Kutzer in Satz drei den vorzeiten Mannschaftspunktgewinn für den Gastgeber verhinderte. Doch Siegemund ließ dies kalt. Mit einer 150er-Schlussbahn holte sich Unions Neuzugang den dritten Punkt und siegte mit 3:1 SP bei 590:556.

Nach drei gespielten Sätzen lag Nico Just 2:1 gegen Marcel Schaks vorn. Im anderen Duell hatte Guido Müller mit 1:2 gegen Thomas Bölke das Nachsehen. Die zwei MP waren für alle vier Spieler noch erreichbar. Mit 52 Kegeln Vorsprung hatte Union die zwei extra Punkte für das bessere Gesamtergebnis jedoch so gut wie sicher. Ein 4:4 wollten die Hausherren um jeden Preis verhindern. So drehten beide Grün-Roten auf und setzten die Keiler unter Druck. Während Müller den MP mit 1:3 SP bei 551:564 Holz letztlich abgab, konnte Nico Just nach einer 153er-Schlussbahn mit starken 602:549 punkten. Ein 3:1 für den Schönebecker brachte die Entscheidung und den zweiten Sieg in Serie.

Damit stehen die Grün-Roten auf Platz drei und sind neben Wolfsburg, Berlin und Zerbst noch ohne Punktverlust. Erst Wölfe, dann Keiler. Jetzt Lokomotive? Am kommenden Sonnabend spielen die Unioner um 14 Uhr beim ESV Lok Elsterwerda. Es bleibt abzuwarten, ob die Weichen früh auf Sieg gestellt werden können.