Kleinmühlingen l Bereits im Jahr 1994 waren die Fußballer des TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens in der Liga kaum zu stoppen. Kein Gegner war zu groß, kein gegnerischer Platz uneinnehmbar. Vor allem ein Name stach bei den Kleinmühlingern im Jahr 1994 heraus: Mario Katte. Heute ist er Trainer der ersten Männermannschaft, doch wie es ist, auch als Spieler Erfolg zu haben, weiß der Übungsleiter ganz genau. 38 Tore steuerte Katte bei, war neben Kapitän Gerd Brandt (33 Treffer) der erfolgreichste Torjäger. Allgemein verlief die Spielzeit wie ein einziges Märchen. 127:30 Tore und 56:8 Punkte standen nach dem Ende auf dem Konto. Zahlen, welche die klare Dominanz deutlich wiedergeben. Durch den Erfolg bekam der TSV auch zahlreiche Unterstützung von ortsansässigen Unternehmen wie zum Beispiel die Fahrschule Zickner, einer der größten Sponsoren des TSV in dieser Zeit.

Sieg zum krönenden Abschluss

Und am letzten Spieltag der erfolgreichen Saison war es dann soweit. Von der Fahrschule gab es als Geschenk einen Satz neuer Pullover für die Mannschaft. Zudem überreichte Jörn Batscheck, damals Staffelleiter der Kreisliga, Kapitän Brandt die Trophäe für den Staffelsieg. Und zum krönenden Abschluss wurde das Spiel gegen Welsleben auch noch mit 4:2 gewonnen. Doppelter Torschütze war Katte.

Doch nicht nur in den 1990er Jahre war der TSV auf Pokaljagd. Auch in der Saison 2000/2001 ging das muntere Feiern weiter. Diesmal stand bereits sechs Spieltage vor Schluss fest, dass der TSV den Staffelsieg sicher hat und somit das Triple ausgiebig bejubelte. Nur zwei Unentschieden musste die Mannschaft hinnehmen, blieb ansonsten ohne Punktverlust. Und neben der Meisterschaft sicherte sich das Team um Ulrich Sroka und Frank Fenske die Hallenkreismeisterschaft und den Kreispokal.

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Nach der erfolgreichen Saison stand dann auch schon der Flieger bereit und die Kleinmühlinger verließen Deutschland und setzten erst wieder auf spanischen Grund auf. Getarnt war die Reise als Trainingslager, doch viel mit dem Ball wurde unter der spanischen Sonne in Mallorca nicht unternommen, wie sich Katte zurückerinnert: „Das war alles nur Tarnung, damit die Frauen in der Heimat nicht sauer wurden. Fußball gespielt wurde nicht, eigentlich nur gefeiert“, so der heutige Übungsleiter. Doch wer wollte es den Spieler nach dieser Glanzleistung auch verwehren.

Interessant ist auch der Punkt, dass zahlreiche Akteure auch heute, über 20 später, weiterhin für den Verein alles geben. Katte trainiert die Erste, Oliver Kaiser, der 1994 ebenfalls auf dem Platz stand, steht nun bei der Zweiten als Coach an der Linie. Auch Sven Bertram der Mitte der 90er Jahre seine Fußballschuhe für den TSV schnürte, ist heute als Betreuer stets an der Seite von Katte zu finden. Der Erfolg scheint diesen Personen also im Blut zu liegen.