Schönebeck l Beim SV Edelweiß Arnstedt aus der Verbandsliga gab es am Donnerstag eine gewaltige personelle Umstrukturierung. Union Schönebeck (Anstoß 15 Uhr) trennte sich „aus internen Gründen“, wie es der Verein auf der Homepage beschreibt, vom Kapitän Matthias Deumelandt. Der Mittelfeldspieler kam im Januar 2017 nach Arnstedt und führte das Team an. Nun gegen Schönebeck wird das ein anderer Spieler übernehmen müssen. Und auch Torsten Brinkmann, Trainer der Unioner, zeigt sich überrascht über die Trennung. „Ich kenne Matthias. Er ist ein super Spielmacher.“ Und vielleicht kommt die Entscheidung gelegen für Union. Doch darauf will sich der Coach nicht festnageln lassen. „Es wird nicht ausschlaggebend für die Partie morgen sein. Wir haben selbst genug Probleme“, sagt der Trainer.

Dazu zählt Brinkmann den Auftritt zuhause gegen den Haldensleber SC (1:1). Denn der Trainer war absolut nicht zufrieden mit dem Spiel. „Wir haben das Spiel am Dienstag beim Training ausgiebig diskutiert. Ich habe auch nochmal meinen Standpunkt erklärt und hoffe, dass so ein Auftritt nicht noch einmal vorkommt.“

Probleme in der Defensive

Die Analyse des Trainers nach der enttäuschenden Partie könnte auch ein kleiner Weckruf für die Mannschaft gewesen sein, „denn nur 50 Prozent reichen in der Verbandsliga nicht“, meint der Coach. „Ich hatte etwas das Gefühl, dass sich meine Mannschaft schon ausruht. Ich weiß aber nicht worauf.“ Und Edelweiß Arnstedt ist ein anderes Kaliber als Haldensleben, zumindest tabellarisch.

Zudem plagen den Trainer extreme Personalsorgen, denn drei Innenverteiger werden nicht zur Verfügung stehen. Benjamin Balder und Mathias Braunert sind aus privaten Gründen verhindert. Christoph Irmscher ist weiterhin verletzt. Und wie die Lücken gefüllt werden sollen, da ist selbst Brinkmann sprachlos. „Ich weiß es selber noch nicht. Ich habe zwar drei Mittelstürmer, aber keinen Verteidiger.“ Eine Lösung wäre, dass Nils Kauffmann aus dem Mittelfeld in die Innenverteidung geht, „doch dann fehlt er mir wieder in der Zentrale“, erklärt Brinkmann. Der zweite Verteidiger könnte dann Michael Herzog sein, der bereits in der vergangenen Woche zum Einsatz kam. Ebenfalls nicht mit von der Partie ist Matthias Rhode, der wegen einer Gelbsperre pausieren muss. Doch an Stürmern mangelt es Union nicht.

Mit Blick auf die Tabelle geht der Trainer motiviert an die Sache. „Wir wollen in jedem Spiel die maximale Punkteausbeute. Dass Arnstedt aber der Favorit ist, das ist mir bewusst.“ Aber gerade gegen Teams aus der oberen Tabellehälfte zeigte Union gute Leistungen, wie beim Unentschieden gegen den SV Blau-Weiß Zorbau (2:2). Und warum sollte dies nicht auch im Spiel gegen Arnstedt gelingen?