Schönebeck l Mathias Rhode, Spieler vom Verbandsligisten Union Schönebeck, weiß auch, dass die Partie gegen den VfB Imo Merseburg keine leichte Aufgabe wird. „Wir müssen gucken, was passiert. Es ist aber definitiv ein harter Brocken“, bestätigt der Mittelfeldmann. Denn die Vorzeichen für die morgige Partie (Anstoß 13 Uhr) könnten nicht deutlicher sein. Während Union bisher nur zwei Siege sammelte, verlor Merseburg noch nicht eine Partie. Neun Siege und vier Unentschieden stehen auf dem Konto der Gäste.

Genau das macht die Sache für die Unioner nicht leichter. „Wir werden keine Luftschlößer bauen“, gibt Rhode auch zu. Denn der Auftritt am vergangenen Wochenende gegen den SV Dessau (0:4) gibt wenig Mut zur Hoffnung. „Wir wollen so lange wie möglich die Null halten. Wenn wir das schaffen, dann läuft die Zeit und das Spiel für uns“, sagt der Unioner.

Aber wie will Schönebeck die beste Offensive (33 Tore) - neben der des BSV Halle Ammendorf - stoppen? „Wir müssen mannschaftlich geschlossen auftreten“, meint Rhode. Auch wenn Union zuhause „keine Macht mehr ist“, berufen sich die Schönebecker aber auf zwei Partien, die vor heimischen Publikum ausgetragen wurden. „Aus den Spielen gegen Bitterfeld-Wolfen und Barleben können wir vieles mitnehmen, was uns helfen kann“, sagt Rhode. Beide Spiele gingen zwar verloren (2:3, 1:5), doch vor allem im ersten Durchgang, hielt Union stets mit, hatte sogar in beiden Spielen die Möglichkeit, in Führung zu gehen. „Wir verschlafen aber immer wieder die zweite Hälfte“, sagt Rhode. Genau da wollen die Unioner anknüpfen, damit es gegen Merseburg nicht passiert.

Zwei Spieler angeschlagen, einer gesperrt

Ein weiteres Manko sind die vielen einfachen Fehler, die aus falschen Entscheidungen resultieren. „Diese werden in der Verbandsliga halt ganz schnell bestraft.“ Doch nicht nur sportlich sehen die Vorzeichen für den Tabellenletzten nicht gut aus, sondern auch personell. Denn neben Rhode selbst ist Philipp Glage angeschlagen. Beide Spieler nahmen unter Woche aufgrund einer Erkältung nicht am Training teil. „Ich will aber schon spielen. Nur weil ich etwas Schnupfen habe, bleibe ich nicht zuhause“, so der Unioner, dem mangelnder Ansporn nicht nachgesagt werden kann.

Ein weiterer wichtiger Baustein in der Abwehr wird ebenfalls ausfallen. Aaron Schäfer, der in der Partie gegen Dessau fälschlicherweise nach einem Foul den Platz mit Gelb-Rot verlassen musste, wird zum Zusehen gezwungen. Wie genau Schäfer ersetzt werden soll, wird sich im Abschlusstraining zeigen. „Der Trainer wird sich da schon was überlegen“, meint Rhode. Und vielleicht gelingt den Unionern in der Underdog-Rolle eine kleine Überraschung.