Schönebeck l Erst in der vergangenen Woche war der Transfer von Tobias Heinick zum Verbandsligisten Union Schönebeck endgültig unter Dach und Fach. „Wir wollten erst noch Gespräche führen“, sagt Michael Steffen, der sportliche Leiter von Union. Seit vergangenen Donnerstag ist nun alles fix. „Wir hatten nach dem Training am Donnerstag ein längeres Gespräch geführt und jetzt ist es endgültig.“ Ein gewisses Risiko beinhaltet der Transfer von Heinick dennoch, denn bisher absolvierte der 20-Jährige noch kein Spiel seit seiner Verletzung. „Nach seiner Kreuzband-operation ist jetzt im Großen und Ganzen alles abgeheilt“, versichert Steffen.

Einstieg ins Training

Und Heinick kann bereits in seinen jungen Jahren auf einiges an Erfahrung bauen. Eine richtigen Schub bekam seine fußballerische Karriere in der Saison 2013/2014, als er bei der B-Jugend des 1. FC Magdeburg in der Regionalliga Nordost aktiv war. Danach zog es Heinick zum TuS Magdeburg-Neustadt, wo er ebenfalls in der B-Jugend spielte. Nach dem durchlaufen der A-Jugend bei der TuS wechselte der 20-Jährige in die Landesliga Nord zum VfB Ottersleben. „Bei TuS hat es ihm nicht mehr gefallen, daher wechselte er“, sagt Steffen. Im ersten Jahr beim neuen Verein und in der neuen Liga hielten sich die Einsätze in Grenzen. Nur einmal stand Heinick auf dem Rasen. In der folgenden Saison wollte der Stürmer dann weiter arbeiten, um sich einen Stammplatz zu ergattern. Doch es kam anders. In der Vorbereitungszeit zur Saison 2017/2018 verletzte sich Heinick am Kreuzband und fiel für den Rest der Saison aus. Daher absolvierte er kein Spiel für Ottersleben.

Doch wenn eine Tür zugeht, öffnet sich auch immer eine andere. „Durch Gespräche mit anderen Spielern sind wir dann auf Tobias aufmerksam geworden“, erzählt der sportliche Leiter. Und bei Union absolviert Heinick sogar schon wieder individuelle Einheiten mit dem Ball. „Zusammen mit unserem Reha-Trainer steigt er langsam wieder ein.“ Doch der Verein möchte nicht übertreiben mit der Belastung. „Wir haben uns erstmal einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen gesetzt. Dann wäre es schön, wenn Tobias wieder voll beim Mannschaftstraining dabei sein könnte“, meint Steffen.

Denn Heinick wurde verpflichtet, um den relativ kleinen Kader weiter zu vergrößern. „Es ist aber schade, dass er noch angeschlagen ist. Wir hätten ihn gerne sofort dabei gehabt. Doch nach der Operation wollen wir ihm noch mehr Zeit geben, damit alles verheilt. Vor allem im Amateurfußball ist das wichtig.“ Denn Steffen ist überzeugt von der Qualität des 20-Jährigen. „Er ist ein junger, schneller Spieler, der auch auf der Außenbahn eingesetzt werden kann“, lobt Steffen den Neuzugang.

Überzeugen konnte Union den jungen Stürmer in mehreren Gesprächen. „Wir haben uns mit ihm zusammen gesetzt und ihm die Philosophie des Vereins erklärt“, verrät Steffen. Bereits das konnte Heinick wohl überzeugen. Die Vereinsverantwortlichen sprachen mit Heinick auch darüber, welche Chancen ihm in der Verbandsliga gegeben werden können. „Wir sagten ihm auch, welche Perspektiven ihm im Verein gegeben werden. Das ist bei jungen Spielern immer wichtig“, weiß Steffen.

All diese Faktoren konnten Tobias Heinick überzeugen. Und dass der 20-Jährige heiß auf sein Comeback ist, ist spürbar. Denn während der Trainigseinheiten absolviert der Offensivmann Extraschichten um schnellstmöglich eine Alternative zu sein. „Wir wollen die Belastung dann kontinuierlich steigern.“ Es dürfen also alle gespannt sein, wann Heinick wieder fit sein wird. Und wenn es soweit ist, dann wird nicht nur der Neuzugang vor Freude strahlen.