Schönebeck l Trotz einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung reichte es für die Schönebecker Landesliga-Kicker am Reformationstag nicht, das Viertelfinale zu überstehen. Der Süd-Landesligist aus Lüttchendorf trat körperlich robust auf und zog unter dem Strich verdient in die Vorschlussrunde ein.

„Auch wenn die Enttäuschung jetzt erstmal groß ist, wir freuen uns, dass wir im Viertelfinale gestanden haben. In den vergangenen Monaten haben wir viele Sachen erreicht, die bei Union lange nicht möglich waren. Lüttchendorf war heute die bessere Mannschaft. Sie haben uns wenige Möglichkeiten gegeben. Außerdem sind wir nicht an unser spielerisches Vermögen herangekommen und haben viele Fehler gemacht“, sagte Schönebecks Trainer Thomas Sauer nach der Partie.

Bolze trifft zum 1:0

Doch auch wenn die Unioner spielerisch nicht überzeugen konnten, gelang ihnen ein guter Start in die Partie. Nach 13 Spielminuten eroberte Max Drewes im Mittelfeld geschickt den Ball und leitete diesen anschließend zu Marcus Bolze weiter. Dieser marschierte aus halblinker Position auf das Tor zu und vollendete zum 1:0. „Das war eine Situation, wie wir sie haben wollten“, lobte Sauer die Entstehung des Treffers.

Danach dauerte es jedoch nur vier Minuten, bis die Lüttchendorfer zurückschlugen. Nach einem Eckball köpfte Robin Scheibe am kurzen Pfosten zum 1:1 ein (17.). Dabei blieb es auch, weil das Spiel danach hauptsächlich zwischen den Strafräumen stattfand. Dies änderte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht, bis Vitalii Katsalap an der Strafraumgrenze angespielt wurde, sich energisch durchsetzte und den Ball im oberen rechten Eck des Schönebecker Kastens versenkte (57.). Für ein spürbares Aufbäumen sorgte das 1:2 bei den Unionern aber nicht. Spielerisch lief nämlich weiterhin nur wenig zusammen. „Die Mannschaft hat gekämpft und geackert, aber spieltechnisch war das zu wenig. Wenn man sieht, dass mit Chrsitian Reineke, Max Drewes und Georg Polczyk die Jungen die besten Spieler bei uns waren, sagt das schon viel aus“, verdeutlichte Sauer, dass die Tagesform bei seiner Mannschaft nicht gänzlich passte.

Kopfball geht knapp vorbei

Dennoch erspielten sich die Gastgeber vor 178 zahlenden Zuschauern die große Ausgleichschance. Über Max Drewes und Kapitän Mathias Rhode wurde Torjäger Bolze im Strafraum mustergültig freigespielt, doch dessen Kopfball segelte knapp rechts am Tor vorbei. „Das war aus dem Spiel heraus unsere beste Chance“, konstatierte Sauer. Der Trainer merkte aber auch an, dass die Lüttchendorfer noch zu zwei sehr guten Möglichkeiten kamen und dabei auf 1:3 hätten erhöhen können. Damit untermauerten die Gäste nochmals ihren verdienten Sieg, den sie am Ende in Überzahl ins Ziel brachten.

Grund war ein Platzverweis gegen Schönebecks Einwechsler Justin Dehnecke (90.), der einen Gegenspieler rüde von den Beinen holte. „Es war ein unnötiges Foul, die Rote Karte dennoch sehr hart, aber vertretbar“, kommentierte Sauer den übermotiviert wirkenden Einsatz seines Schützlings.

Viel Zeit bleibt nun nicht, um die Niederlage zu verarbeiten. Bereits am Sonnabend steht um 14 Uhr für Schönebeck das Landesliga-Heimspiel gegen den FSV Grün-Weiß Ilsenburg an. „Wir müssen das Pokalaus abhaken. Es ist eigentlich schön, dass wir innerhalb kürzester Zeit wieder spielen“, so Sauer.

Union 1861 Schönebeck: Pingel, Klepel (45. Kühn), Reineke, Michaelis, Polczyk, Weidemeier (68. Dehnecke), Drewes, Poliscuks, Nordmann, Rhode, Bolze

Schiedsrichter: Silvio Rüdiger (Biederitz) - Zuschauer: 178

Tore: 1:0 Marcus Bolze (13.), 1:1 Robin Scheibe (17.), 1:2 Vitalii Katsalap (57.)

Rote Karte: Justin Dehnecke (90./Union 1861 Schönebeck/grobes Foulspiel)