Schönebeck l Die Vorbereitung auf die Partie am Sonntag gegen den MSV Börde war für den Verbandsligisten Union Schönebeck relativ kurz. Erst am Dienstag spielte das Team von Trainer Torsten Brinkmann beim 1. FC Bitterfeld-Wolfen (0:2). Daher musste der Trainer den Trainingsrhythmus verändern. Donnerstag und Freitag wurde daran gearbeitet, damit drei Punkte eingefahren werden können.

Nicht mehr mit dabei ist Marios Zelekou, der gegen Bitterfeld-Wolfen die vorerst letzte Partie für Union absolvierte. Der Mittelfeldmann musste zurück nach Griechenland, um dort Wehrdienst zu leisten. „Seine Qualität wird uns auf jeden Fall fehlen in den wichtigen Partien im Saisonendspurt“, sagt Brinkmann. Auch wenn der Kader relativ dünn besetzt ist, bieten sich dem Trainer ein paar Alternativen im Vergleich zur Vorwoche. So werden Bastian Lorenz und auch Philipp Glage wieder zum Aufgebot gehören. „Marios zu ersetzen ist nicht möglich“, meint Brinkmann, aber einer muss die Position besetzen. Wer es am Sonntag sein wird, das bleibt das Geheimnis des Coaches. Zudem „ist sich Christoph Irmscher der Situation bewusst geworden und möchte dem Team weiter helfen, auch wenn er etwas angeschlagen ist.“ Daher ist sich der Übungsleiter sehr sicher, „dass wir von der Breite her gut aufgestellt sind und mehr als elf Spieler zur Verfügung stehen werden.“

Richtungsweisendes Spiel

Die Wichtigkeit des Spiels ist dem Coach durchaus bewusst. Auch wenn der MSV Börde auf dem letzten Platz steht, „werden sie versuchen alles zu geben, um die drei Punkte zu holen. Denn das wird fast der letzte Strohhalm sein, an den sie sich klammern können“, ist Brinkmann der Meinung. Und bereits in der Partie gegen Bitterfeld-Wolfen war der Coach nicht zufrieden mit der Einstellung seiner Mannschaft, „die sehr überrascht war, das wir schnell ein Gegentor kassiert haben.“

Das soll diesmal nicht wieder der Fall sein. „Meine Mannschaft muss ruhiger werden und mit der Situation klar kommen. Es wird nach unten immer enger“, sagt der Coach. Sieben Punkte trennen die Unioner von einem Abstiegsplatz. Punkte werden daher dringend benötigt, „um nicht in den Abstiegskampf zu geraten. Daher müssen wir unbedingt gewinnen“, gibt Brinkmann die Marschroute für die Partie gegen den MSV Börde vor. Und der Plan steht bereits: „Wir müssen uns gezielt vorbereiten und gegen halten.“ Dass aber vor allem Spiele gegen vermeintlich kleinere Gegner auf die leichte Schulter genommen werden, das weiß der Coach und mahnt deswegen: „Auch solche Spiele können verloren werden.“ Aber das darf nicht passieren.

Und daher appelliert der Trainer auch an die Einstellung seiner Spieler. „Ich hoffe, dass die Anwesenheit im Training hoch ist, damit wir bestens vorbereitet in die Partie gehen.“ Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge, wäre ein Erfolgserlebnis auch gut für die Moral und um sich Luft zu verschaffen im Endspurt der Saison.