Salzlandkreis l Beständige Leistungen, vor allem in der Abwehr und ein stets gefährlicher Angriff brachte Union Schönebeck am Ende den Erfolg. Viele Besucher der Fußball-C-Junioren-Endrunde zur Hallenkreismeisterschaft in Schönebeck sahen sich in ein Freiluft-Spiel mit viel Kampf um jeden „Grashalm“ versetzt. Technischer Hallenfußball, der auch einen Ausbildungsstand der Spieler wiedergeben sollte, blieb in vielen Begegnungen auf der Strecke. Hier muss sich der Beobachter schon fragen, wo das gelernte aus den DFB-Stützpunkten geblieben ist. Denn diese durchliefen viele der eingesetzten Spieler. Da sind sicherlich auch höhere Gremien (FSA-Trainer) gefordert, ihre Arbeit und den Nutzen zu überdenken. Dazu zählt sicherlich auch der zeitliche und finanzielle Aufwand. Jedoch war es ein stets spannendes und kurzweiliges Turnier mit 53 Toren in 15 Spielen. Mit Bernburg und Calbe blieben auch zwei Mannschaften sieglos. Die Krone setzten sich die Schönebecker auf, da vor allem die Abwehr und der Angriff in Person von Maurice Nischkewitz gut aufgelegt war.

Calbe vergibt Chancen

Das Team der TSG Calbe war zu unausgeglichen besetzt und mitunter wurden zu viele Chancen vergeben. Denn bis auf das Spiel gegen Staßfurt (1:4), war die Fehleranzahl in vielen Szenen im Angriff und der Abwehr einfach zu hoch für ein besseres Endergebnis.

Sehr schwach stellte sich Landesligist Bernburg vor. Zwar mühten sich die Spieler, waren fußballerisch aber recht limitiert. Dazu gab es zahlreiche Fehler beim Zusammenspiel im Vorwärtsgang. Dies nutzten fast alle Gegner für Tore durch schnelles Umkehrspiel.

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Keinesfalls unzufrieden waren die Verantwortlichen der SG Gatersleben/Seeland. Die drei Teams auf den Medaillenplätzen waren zwar eine Nummer zu groß, doch in den beiden Schlussspielen zeigte das Team eine starke Einstellung und gute Chancennutzung. Es kam so verdient zu zwei Siegen und holte noch das Optimum heraus.

Die Schönebecker Union-Reserve unterstrich mit dem Bronzeplatz die gezeigten Vorrundenleistunge. Niederlagen gab es nur gegen die beiden vor ihnen platzierten Teams, vor allem im Schlussspiel um den Vizetitel ging der Mannschaft aber am Ende die Puste aus.

Staßfurt überzeugt spielerisch

Fußballerisch war Staßfurt das beste Team, konnte sich gegenüber der Vorrunde erheblich steigern. Die Mannschaft war bestrebt, spielerische Lösungen zu finden, wirkte dabei aber oft zu verspielt und dies zeigte sich vor allem im Match gegen den späteren Kreismeister. Er spielte einfach zweckmäßiger. Erfolg heiligt eben die Mittel. Union Schönebeck I war gut und optimal von ihren Trainern auf erfolgreiches, wenn auch nicht immer schönes, Spiel eingestellt. Dies setzten dann die Akteure auch gut um und so geht der Union-Erfolg am Ende auch völlig in Ordnung.

Ein bemerkenswertes Fazit kam nach Turnierschluss noch von Staßfurts Trainer Ronny Bui Ngoc: „Hallenfußball sollte vor allem der technischen Schulung der Spieler dienen und davon war in diesem Turnier über weite Strecken wenig zu sehen. Ich will damit aber auf keinen Fall die Leistung des Kreismeisters schmälern. Wir haben einfach zu fehlerhaft gespielt.“