Calbe l Gegen den BSV 93 Magdeburg setzte sich der Sachsen-Anhalt-Ligist souverän mit 34:26 (21:12) durch.  Rehabiliation im sportlichen Sinne war für die TSG nötig, weil der Saisonstart für den Vorjahresdritten zum Auftakt beim 20:22 in Kühnau in die Hose gegangen war. „Fehlende Emotionen“ hatte Trainer Andreas Wiese danach bemängelt.

Nach dem Spiel gegen den BSV 93 Magdeburg kam der Coach zu einer ganz anderen Einschätzung: „Heute war die Leidenschaft von der ersten bis zur letzten Minute zu spüren“, freute sich der Übungsleiter. Und die Leidenschaft seiner Mannschaft spiegelte sich auch schnell auf der Anzeigetafel in der Calbenser Heger-Sporthalle wider. Bis zum 5:5 (8.) waren die Gäste aus der Landeshauptstadt noch auf Augenhöhe, doch dann zog die TSG davon. 12:6 hieß es nach einer guten Viertelstunde. Zur Halbzeit waren die Saalestädter sogar schon auf neun Tore enteilt - 21:12.

Kreisläufer Sowa stark

„Die Emotionen waren da und vor allem das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr hat gut funktioniert“, lobte Wiese sein Team. Bei einer geschlossenen Mannschaftsleistung sah der Übungsleiter in Halbzeit eins vor allem einen guten Mathias Walther auf der Mitte und mit Martin Sowa einen starken Kreisläufer.

Schwungvoll kam die TSG-Sieben dann auch zurück auf die Platte und drückte dem Spiel auch weiterhin klar ihren Stempel auf. Folgerichtig gab es für die Gastgeber beim 26:16 (41.) auch erstmals eine Zehn-Tore-Führung.

Erheblichen Anteil an dem klaren Vorsprung hatte auch Rückraumspieler Ronny Krause. Mit ihm hatte die BSV-Deckung immer wieder große Mühe und so war es am Ende nicht verwunderlich, dass Krause mit neun Toren zum besten Torschützen der Partie avancierte.

Blockwechsel als Vorteil

Ein weiteres Erfolgsrezept der TSG war indes auch die gut besetzte Auswechselbank. „Es war schon ein großer Vorteil, dass wir Blockwechsel machen konnten“, stellte Trainer Wiese fest. So hatte der Coach auch die Möglichkeit, vielen jungen Akteuren Spielzeiten zu ermöglichen. „Gerade hinten raus haben wir viel probiert, damit die jungen Spieler sich beweisen können. Sie haben ihre Sache durchweg gut gemacht. So hat Nico Haverland bei einem Gegenstoß gut durchgezogen und sein erstes Tor erzielt“, fügte Wiese nur ein Beispiel für den gelungenen Auftritt der potentiellen Calbenser Handball-Zukunft an. Ein wenig sorgenvoll wurde Wieses Miene jedoch beim Blick auf Kevin Reiske. Der signalisierte während des Spiels Probleme mit dem Knie und machte nicht mehr weiter. „Da macht man sich natürlich erstmal Gedanken, aber ich hoffe, dass es nichts schlimmeres ist“, so Wiese.

Nicht schlimm war indes auch, dass in der Schlussphase der Partie nicht mehr alles rund lief. Dies nutzten die Gäste, um am Ende doch noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. „Wir wollten den Zuschauern etwas bieten und das haben wir. Deshalb verzeihen sie dann auch mal einen Fehler“, so Wiese abschließend. Am kommenden Spieltag steht für die Calbenser übrigens das schwere Auswärtsspiel beim HV Rot-Weiss Staßfurt an.

TSG Calbe: Wiederhold, Rätzel, Bertram - Walther, Fritz (1), Haberland (1), Krause (9), Gieraths (1), Lück (7), Schwarz (7), Weiß (5), Sowa (1), Illig (1), Reiske (1).

Siebenmeter: Calbe 1/1 - 9/4 Zeitstrafen: Calbe 4 - Magdeburg 3